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06.01.2026
07.01.2026 09:19 Uhr

Säntis-Seilbahn steht still

Der Ostschweizer Hausberg Säntis ist vom Bodensee aus zu sehen. (Archivbild)
Der Ostschweizer Hausberg Säntis ist vom Bodensee aus zu sehen. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/DPA/FELIX KÄSTLE
Ab Mai steht die Seilbahn auf den Ostschweizer Hausberg Säntis für rund ein halbes Jahr still. Damit bleibt nur der Fussmarsch. Es werden sinkende Zahlen erwartet.

Der Unterbruch der Säntisbahn werde spürbar sein, sagt Ladina Heijers, Medienverantwortliche von St.Gallen-Bodensee Tourismus, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. 367’348 Passagiere beförderte die Bahn gemäss Geschäftsbericht der Säntisbahn 2024 auf den Berg.

«Der Säntis ist ein touristisches Aushängeschild der Ostschweiz mit internationaler Strahlkraft», sagt Heijers. Der Unterbruch der Bahn auf den Hausberg der Region dürfte zu einem Rückgang an Tourismus führen. Die Nachfrage könne sich aber auch einfach auf das nächste Jahr verschieben, wenn die neue Schwebebahn die Fahrt auf den Säntis noch attraktiver macht.

Wanderrouten aus allen Richtungen

Im Sommer 2026 kann der 2501,9 Meter hohe Berg nur zu Fuss erreicht werden. Die alpinen Wanderungen ab der Schwägalp AR, Wildhaus SG, Wasserauen AI oder der Ebenalp AI seien seit Jahren Klassiker, sagt Jolanda Spengler von Appenzellerland Tourismus.

Da die Wanderer aber beide Wege zu Fuss zurücklegen müssen, sei eher davon auszugehen, dass insbesondere die Route von der Schwägalp über die Tierwis auf den Säntis nicht mehr so oft wie bis anhin genutzt wird. Die Route sei sehr beliebt als sportliche Herausforderung am Morgen.  Nun fehle aber die Möglichkeit, sich nachher bequem mit der Bahn wieder zurück ins Tal fahren zu lassen, so Spengler.

Gipfelrestaurant geschlossen

Das Gipfelrestaurant bleibt während des Betriebsunterbruchs der Bahn geschlossen. Das leicht unterhalb gelegene Gasthaus «Alter Säntis» öffnet gemäss Website hingegen für eine verkürzte Sommersaison.

Andere Bergbahnen vorbereitet

Bei Appenzellerland Tourismus rechnet man damit, dass sich die Besucherströme auf die Kronbergbahn verschieben, wie Spengler weiter erklärt. Auch die Ebenalpbahn und jene auf den Hohen Kasten dürften ein höheres Passagieraufkommen verzeichnen. Alle drei Bahnen seien auf hohe Kapazitäten vorbereitet.

Ein Berg als Leuchtturm

Der Säntis habe eine grenzüberschreitende Relevanz, heisst es bei St. Gallen-Bodensee Tourismus. Die Region lebe aber touristisch von ihrer Breite. Mediensprecherin Heijers zählt die Stadt St.Gallen mit dem Unesco-Weltkulturerbe Stiftsbezirk, den Bodensee, das Appenzellerland, das Toggenburg und das Rheintal auf. «Der Säntis ist ein Leuchtturm - aber nicht die einzige Attraktion, die Gäste begeistert.»

Keystone-SDA
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