Leserbrief
Kaltbrunn
09.11.2019
09.11.2019 10:02 Uhr

Neues Zentrum: Kaltbrunn sagt Nein

Die Kaltbrunner FDP hat eine Medienmitteilung veröffentlicht, in der sie sich für das neue Zentrum ausspricht. Ein Kaltbrunner bezweifelt, dass dieser Entscheid breit abgestützt ist.

Die FDP veröffentlichte einen schönen Artikel: https://linth24.ch/articles/3277-zentrum-kaltbrunn-fdp-sagt-ja

Erstens nimmt er keine Rücksicht auf die Realität, dass über 400 Personen das Referendum unterschrieben haben. Wer unterschrieben hat, sagt: «Nein - so nicht!»

Zweitens fragt es sich: Wer hat die Parole gefasst? Ein halbes Dutzend Anwesende nehmen sich das Recht, im Namen der FDP zu schreiben. Es wird nicht einmal erwähnt, wie viele dafür bzw. dagegen waren.

Die Drohung, dass bei einer Ablehnung nichts mehr passiert, ist ebenso falsch wie andere Argumente zur Verschönerung des Dorfes.

  1. Der Kanton muss die Strasse sowieso sanieren, schon wegen des Lärms.
  2. Die Kosten für die Umgebung mit Bäumen und Sträuchern müssten die Gemeinde, also die Steuerzahlen berappen.

Was die Parolenfassung angeht, dürfte es ähnlich bei CVP und SVP gewesen sein. Die Gemeinderäte und 4 – 6 zusätzlich Anwesende bestimmen: Die «Partei XY» ist dafür.

In der Realität dürfte es wie üblich so sein, dass der Gemeinderat, die ihm untergeordneten Parteivorstände und ein paar wenige zugewandte Orte bestimmen wollen, was passieren soll. Über 400 Petitionäre lässt man ausser Acht.

Man weiss bereits heute, dass in wenigen Jahren den Forderungen nach Tempo 30 nicht mehr ausgewichen werden kann. Damit ergibt sich aber eine völlig neue Planungsgrundlage: Dann bekommt der Langsamverkehr mehr Platz, die Lebensqualität wird gesteigert und das Gewerbe im Dorf kriegt verbesserte Rahmenbedingungen.

Stimmen Sie nein – zu Gunsten der kommenden Generation und nicht zu Gunsten des heutigen Gemeinderates. Das ist die Demokratie in Kaltbrunn.

Josef Sacchi, Kaltbrunn
Melden Sie sich jetzt an: