Gesundheit
05.10.2019
07.10.2019 14:49 Uhr

Naturheilkunde für Grippe

Lucia Pangratz aus Siebnen verbindet Schul- und Komplementärmedizin und zeigt bei Linth24 auf, wie sich diese sinnvoll anwenden lässt.

Was eigentlich unterscheidet die Grippe von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt? Wie kann man zumindest versuchen, einer Ansteckung aus dem Weg zu gehen? Und welche naturheilkundlichen Mittel und Methoden helfen, wenn trotz aller Vorsicht Viren oder Bakterien unseren Körper zeitweise im Griff haben?

Fieber, Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost - die Symptome von Grippe und grippalen Infekten (Erkältungskrankheiten) sind vielgestaltig. Tendenziell sind aber die bei beiden Krankheiten ähnlichen Symptome bei der Grippe ausgeprägter als bei der Erkältung. Bei einer Grippe steigt das Fieber häufig rasch an, der Patient fühlt sich von einem Moment auf den nächsten schlapp und abgeschlagen. Meist sinkt das von einer Grippe verursachte Fieber nach drei bis vier Tagen allmählich - hat man „nur“ eine Erkältung, zeigt das Fieberthermometer selten mehr als 38 Grad. Typisch für eine Grippe sind auch ausgesprochen heftige Glieder- und Kopfschmerzen. Auch der Husten ist bei einer Grippe oft heftiger.

Schulmedizinisch wird die Ursache für beide Erkrankungen bei Viren gesehen. Bei einer Grippe muss der Körper mit den sogenannten Influenza-Viren fertig werden, eine Erkältung dagegen wird von viele verschiedenen Viren hervorgerufen: Rhinoviren, Adenoviren, Coronaviren und andere.

Übertragen werden Grippe und grippale Infekte meist über die Tröpfcheninfektion: Mit einem Grippevirus infizierte Menschen scheiden beim Niesen und Husten winzige Tröpfchen voller Viren aus, die von anderen Menschen eingeatmet werden, die sich aber auch über Klimaanlagen verbreiten oder über Gegenstände, die ein Erkrankter angefasst hat. Ein meist nicht wirklich realistisches Mittel, einer Ansteckung zu entgehen ist es, größere Menschenansammlungen in der kalten Jahreszeit zu meiden. Öfter die Hände waschen, z.B. nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Händeschütteln zur Begrüßung.

Die Naturmedizin sieht die Erkrankung aber nicht in äusseren Faktoren, sondern beim Patienten selbst. Temporäre Lebensumstände wie Stress, psychische Belastungen, ungünstige Ernährung und viele andere Faktoren schwächen die Gesamtkonstitution und sein Immunsystem. Der Körper sucht nach einem Ausweg aus der Stresssituation und zwingt zur Ruhe. Die Theorie besagt, dass der Körper dann Viren und Bakterien gezielt zur Heilung einsetzt, sie also nicht Ursache sondern Wirkung sind.

Vorbeugung

Als beste Vorbeugung gegen Grippe und Erkältung gilt ein intaktes Immunsystem, d.h. gesunde Ernährung, (viel Obst und Gemüse), Abhärtung und Bewegung, (tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, Sauna, kneippsche Anwendungen), ausreichend Schlaf, Ruhe und Entspannung, positive Gedanken.

Dazu gibt es verschiedene naturheilkundliche Möglichkeiten zur Unterstützung:

  • Homöopathische Impfung mit Globuli, (Influenzinum, C30, 3x7 Globuli, 3 Wochen), sollte jetzt begonnen werden
  • Vitamin C, täglich 1-2 Gramm
  • Echinacea, 2x/Tg. je nach Produkt
  • Zink, 75 mg/Tag
  • Honig, 1 TL täglich
  • Vitamin C-Infusionen
  • Ingwertee
  • Fussreflexzonenmassage
  • Akupunktur

Gerne erkläre ich im 2. Teil was für Möglichkeiten die Naturmedizin bei akuter Grippe und Erkältung bietet.

www.complimed.ch

Lucia Pangratz, Complimed