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Leserbrief
Kanton
15.09.2020

«Ja zur Begrenzungsinitiative ist Ja zur Natur»

Die Schweiz hat heute über 8 Millionen Einwohner und hat allein in den letzten 13 Jahren um 1 Million genommen.
«Ist ein Nein zur Begrenzungsinitiative nicht auch ein Nein zur Natur, Biodiversität, Lebensmittelproduktion und Freizeitgestaltung?», fragt sich SVP-Kantonsrätin Hedy Fürer-Ulrich.

Am 27. September stimmen wir über ein Gesetz ab, welches in die Geschichte eingehen könnte. Wir, die Bürger, entscheiden, ob wir, die Schweizer, es zu lassen wollen, dass sich das Landschaftsbild in der Schweiz noch mehr verändert oder nicht.

Wenn man sich vorstellt, dass die Schweiz einmal vier Millionen Einwohner hatte und heute über 8 Millionen und allein in den letzten 13 Jahren um 1 Million zu genommen hat, so kommt es mir vor wie bei der Klimaerwärmung, es geht immer schneller mit der Überbevölkerung. Jedes Individuum ob Mensch, Tier, Pflanze braucht Erdoberfläche zum Leben. In der Schweiz kann diese Fläche nicht auf allen Quadratkilometern benutzt werden, besteht sie doch zu einem Drittel aus Felsen und Steinen.

Ein Nein zur Natur?

Ist ein Nein zur Begrenzungsinitiative nicht auch ein Nein zur Natur, Biodiversität, Lebensmittelproduktion und Freizeitgestaltung? Können wir unser Land weiterhin so zubetonieren und dann von der Landwirtschaft verlangen, auf dem verbleibenden Boden Blumenwiesen, Moore und Hecken etc. zu bewirtschaften, um das Gleichgewicht in der noch verbleibenden Natur zu halten? Nach Wirtschaftsvertretern sollen wir dieses Gesetz ablehnen, weil sonst der Wohlstand unseres Landes verloren geht.

«Lassen wir uns nicht erpressen»

Ja, was ist Wohlstand, in dem wir immer hektischer Arbeiten, täglich im Stau stehen, die Mietwohnungen nicht mehr bezahlbar sind und Personen über 50 aufs Abstellgeleise gestellt werden? Jeder kann sich solche Überlegungen selber machen. Wenn ein Vertrag gekündigt wird, welcher auf falschen Versprechungen beruht, wenn man darauf hin mit Kündigung aller droht, so ist dies Erpressung und eine moderne Kriegserklärung.

Lassen wir uns nicht erpressen, denn auch die EU braucht uns

Ein Appell an die Grünen, GLP und SP

Mit diesem Leserbrief appelliere ich auch an die Grünen, die GLP und die SP, ihr ruft immer nach Biodiversität, Erhalt von Flora und Fauna, offene Gewässer und vieles mehr.

Jeder, der mit einem Nein die Begrenzungsinitiative ablehnt, darf nie wieder von der Landwirtschaft verlangen, Blumenwiesen anzulegen, Hecken zu Pflanzen und die Natur ins Gleichgewicht zu bringen, damit es kein Insektensterben gibt, denn die Landwirtschaft ist nicht mehr bereit einen Fehlentscheid gegen die Natur auszubügeln.

Hedy Fürer-Ulrich, Kantonsrätin SVP