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Kanton
28.08.2019

CVP empört über Heidi Hanselmann

Heidi Hanselmann, Gesundheitsdirektorin Kanton St.Gallen.
Ein Interview der St.Galler Gesundheitsdirektorin (SP) im Zusammenhang mit der St.Galler Spitalkrise ist der kantonalen CVP sauer aufgestossen.

Das Interview im St.Galler Tagblatt mit Regierungsrätin Heidi Hanselmann irritiert. Das
Projekt zur Reorganisation des Spitalwesens im Kanton St. Gallen läuft schon bald zwei Jahre. Bevor in einigen Monaten über die künftige Ausrichtung der Spitäler entschieden werden muss und nur wenige Tage bevor ein millionenschwerer Übergangskredit für die Spitalregion 4 gesprochen wurde, spricht die Gesundheitschefin von fehlenden Grundlagen.

Fehlende Fakten zur Spitalkrise

Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer muss wissen, wo bei finanziellen Schwierigkeiten im eigenen Betrieb die Ursachen liegen. Hanselmanns Aussage, wonach nicht herausgefunden werden könne, ob die Ursache des Defizits in Wattwil oder in Wil liege, gibt zu denken. Es werde nur eine Gesamtrechnung für beide Spitäler geführt. Damit wird die Unsicherheit weiter geschürt.

Wie soll eine nachhaltige und funktionierende Lösung für den St.Galler Spitalverbund gefunden werden, wenn die Ausgangslage nicht bekannt ist?

Restrukturierungen müssen auf der Basis von klaren und transparenten Fakten erfolgen. Die Zeiten der Schönrederei und gegenseitigen Schuldzuweisungen müssen vorbei sein.

Rückwärts gewandte SP

Eine qualitativ gute und finanzierbare Grundversorgung im Gesundheitswesen ist weiterhin das Ziel. Unser Kanton kann sich keine weiteren Spitäler auf der Intensivstation leisten. Vor diesem Hintergrund ist die rückwärtsgewandte Haltung der SP in ihrer heutigen Medienmitteilung unverständlich. Sie verteidigt den Status Quo und fordert an allen bisherigen Standorten eine klinische, stationäre Notfallversorgung. Dies ist gesundheits- und finanzpolitisch unverantwortbar.

OM/Linth24