Leserbrief
Schmerikon
21.08.2019
21.08.2019 12:22 Uhr

«Doppelmoral der Ortsbürger»

Drei Tage lang stand dieser Bierwagen für das Fest der Ortsbürger bei der «Alten Zementi». Foto: Werner Frieden.
Die Ortsbürger Schmerikon büssen einen Mieter mit 200 Franken, weil er während seines Geburtstagsfestes zwei Lieferanten-Fahrzeuge bei der «alten Zementi» für kurze Zeit stehen liess. Für das eigene Fest der Ortsbürger gelten diese Vorschriften jedoch nicht.

Bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen wurde die Bevölkerung, zur Besichtigung der Seeanlage und zur offenen Türe der alten Zementi, eingeladen. Den Organisatoren und Helfer gehören ein grosses Dankeschön und ein Kompliment für den gelungenen Anlass.

Im Vorfeld konnte ich mit Marc Löffler, Verantwortlicher der Liegenschaften, sprechen. Dabei wurden auch über die Bestimmungen, dass bei der alten Zementi keine Fahrzeuge - das umfasst auch Lieferanten - abgestellt werden, debattiert. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das ein unhaltbarer Zustand sei, er versicherte mir aber, Zitat: «Auch die Ortsbürger werden sich an die Regeln halten und es werden keine Fahrzeuge geduldet».

Am Freitag aber, wen wunderts, steht da ein Getränkewagen genau auf dem Platz auf dem bei meiner Feier der Metzger seinen Wagen abstellte, für die Ausführung seiner Arbeit. Der Wagen der Ortsbürger, respektive ihres Lieferanten, war aber 3 Tage dort parkiert. Im Gegensatz zum Metzger der nach 2 Stunden das Gelände wieder verliess. Für mich bedeutete das aber eine Busse von Fr. 200.00!

Ich mag ja Evi Wenk von der Ortsgemeinde die Arbeitserleichterung gönnen, wenn in der Nähe des Getränkestandes ein Kühlwagen steht. Sie betätigte sich aber nebenbei als investigative Detektivin und kennt keine Skrupel private Anlässe zu fotografieren und die Bilder auch noch zu veröffentlichen. Aber wenn es einem selbst betrifft muss man sich ja nicht an die eigenen Regeln halten.

Grundsätzlich geniesst die Ortsbürger Genossenschaft bei mir grosses Ansehen. Umso betrüblicher ist, dass unter dem Präsidenten Andreas Kuster die Satzungen mit Füssen getreten werden. Ein Leitsatz ist: «Zum Wohle aller Einwohner von Schmerikon». Es ist unverständlich, wenn ein Präsident die Ressourcen aus Eigennutz verschwendet. So sagte er zu meinem Fall: «Ich würde es begrüssen, wenn der Vertrag bei Gericht überprüft würde». Er nimmt also Gerichtskosten zulasten des eigenen Verbandes in Kauf.

  • Bürger und Einwohner von Schmerikon wollen wir das, gibt es nicht sinnvollere Projekte?
  • Ist es rechtens, wenn ein Mietdepot beschlagnahmt wird und eigenmächtig Bussen ausgesprochen werden?
  • Dürfen Fotos von privaten Anlässen im Geheimen gemacht und erst noch veröffentlicht werden?
  • Ist das im Wohle der Bürger und haben wir den richtigen Präsidenten für die Ortsbürger?

Möchten Sie sich dazu äussern können Sie das per eMail tun unter der Adresse: zementi@sags-per-mail.de

Werner Frieden, Schmerikon