Rapperswil-Jona
12.08.2019
13.08.2019 07:20 Uhr

RJ: Politischer Spaziergang der SP

Letzte Woche organisierte die SP See-Gaster einen «Sommerspaziergang» in Rapperswil-Jona mit dem Schwerpunkt «Natur- und Klimaschutz in der Stadt.»

In den letzten Wochen wurden die Städte erneut zu Hitzeinseln. Dort, wo sich die Gebäude aneinanderreihen und dunkler Asphalt den Boden versiegelt, wird es besonders heiss. Viele Schweizer Städte arbeiten bereits an Lösungen, die eine Abkühlung herbeiführen sollen. Wie sieht es in Rapperswil-Jona aus?

Der Frage nach urbaner Natur und Klimaschutz in der Stadt gingen letzten Donnerstagabend rund dreissig Personen bei einem Sommerspaziergang nach.

Geladen hat die SP See-Gaster, zusammen mit der Nationalratskandidatin Karin Blöchlinger. Der Rapperswiler Jean-Marc Obrecht, dipl. Umweltingenieur ETH, begleitete die Gruppe thematisch auf Ihrer rund zweistündigen Erkundungstour entlang des Strandwegs, durchs Südquartier bis hin zum Zeughaus.

Bild 1: Beim Katzenbuckel am Strandweg erfahren die Teilnehmenden vom wertvollen Nutzen der Moore.

Aktuell stünden wir vor zwei grossen Problemen, die uns auf globaler Ebene genauso herausfordern wie auf lokaler, wie Obrecht erklärte: der Biodiversitätskrise und der Klimakrise. Auf dem Rundgang wurden mögliche Lösungen ergründet. Es wurde auf positive Beispiele genauso eingegangen wie auf jene mit Verbesserungspotential. Mehr Grün mit Blumenwiesen, alte Bäume sowie unversiegelte Sand- oder Kiesflächen mit Ruderalflora werten das Quartier nicht nur optisch auf, sie leisten einen Beitrag gegen die Erhitzung der Stadt und geben zahlreichen Tier- und Pflanzenarten die Möglichkeit, im dicht besiedelten Flachland Lebensraum zu finden. Schlussendlich profitieren alle. In den Riedwiesen am Seeufer wurde der besondere Beitrag an den Klimaschutz thematisiert, den Moore leisten: Die Pflanzen verrotten in den nassen Verhältnissen nicht völlig. Das CO2, das sie beim Wachstum aus der Luft entnommen haben, bleibt langfristig im Moorboden gebunden. Intakte Moore zu erhalten oder gar entwässerte Moore wieder zu vernässen, ist somit wirksamer Klimaschutz.

Seinen Ausklang fand der Rundgang auf dem Zeughausareal, wo die Teilnehmenden während des Apéros Interessantes zum urbanen Garten des Vereins Zeughausgarten erfuhren. Die regen Diskussionen wurden bis in die späte Nacht weitergeführt.

Daniela Meyer, Präsidentin SP See-Gaster