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Uznach
19.08.2020
19.08.2020 08:30 Uhr

Uzner wehrt sich gegen Energiepolitik der Gemeinde

Die Gemeinde Uznach droht wegen ihrer Energiepolitik langsam unter Druck zu geraten. In der Kritik steht auch das Energiestadt-Label.
Aufsichtsbeschwerde gegen die Gemeinde Uznach wegen «sturen Haltung» in der Energiepolitik: Dem Bürger wird auf verschiedenen Ebenen der Rücken gestärkt, schreibt die Linth-Zeitung.

Vor zwei Jahren liess Bruno H. Weder aus Uznach auf seinem Dach eine Photovoltaikanlage installieren, wodurch der Wert des Hauses um mehrere zehntausend Franken stieg. Darauf verlangte die Gemeinde, die sich als Energiestadt zertifizieren lässt, von ihm höhere Gebühren und einen vierstelligen Nachtragsbeitrag.

Das Vorgehen der Gemeinde habe ihn «stutzig» gemacht und enttäuscht, so Weder in der Linth-Zeitung. Sein Vorwurf: Die Gemeindeautonomie werde ausgereizt. Das St.Galler Verwaltungsgericht stützte im Juni seine Argumente zum Teil und stellte die Uzner Gebührenpraxis in Frage. Nun prüft das kantonale Amt des Innern die Beschwerde.

In Uznach selbst kann Weder auf breite Unterstützung zählen, u.a. durch die FDP-Kantonsrätin Brigitte Pool, SVP-Ortspräsident Stefan Rüegg und Emanuel Eleganti vom Bürgerforum.

Eleganti und Rüegg hinterfragen den Nutzen und die regelmässigen Kosten des Energiestadt-Labels. Pool fordert finanzielle Erleichterungen für Bürger, die in erneuerbare Energien investieren, und kritisiert den Förderfonds der Gemeinde, dessen «Alibibetrag» nicht einmal ausgelöst worden sei.

Gemeindepräsident Diego Forrer hat sich kürzlich mit Pool und mit Weder getroffen. Änderungen würden geprüft, etwa eine Anpassung der Gebühren. Weder will an seiner Beschwerde festhalten.

Redaktion Linth24