Benken
05.01.2019

ZWISCHENBILANZ ENERGIEUMBAU LINTHGEBIET

Die neue Energiepolitik schreitet im Linthgebiet zügig voran. Die «Region ZürichseeLinth» mit einer Zwischenbilanz und Aussicht für Benken, Kaltbrunn, Schänis und Uznach.

Seit 2014 agiert in der Region ZürichseeLinth die Arbeitsgruppe Energie. Als erste Massnahme aus dem regionalen Energiekonzept wurde diese gegründet und setzt sich aus je einem Vertreter der zehn Gemeinden, einem Vertreter der Region und einem lokalen Energieberater zusammen. Moderiert und begleitet wird die Arbeitsgruppe von einer Vertreterin der Energieagentur St. Gallen.

Die ArGr Energie kann inzwischen auf beachtliche Erfolge zurückblicken, wie die Installation von Ladestationen für Elektroautos in allen zehn Gemeinden, die flächendeckende Einführung des nachhaltigen Basisstrommix, die Ernennung zur Energie-Region oder eine grosse Veranstaltung für die Bevölkerung zum Thema nachhaltige Mobilität im Juni dieses Jahres. Aber noch sind die Anstrengungen zur regionalen Umsetzung der Energiestrategie nicht erschöpft. Für das kommende Jahr 2019 soll vor allem das Gewerbe im Fokus stehen. Zudem wird das inzwischen fünfjährige regionale Energiekonzept überarbeitet, auf Aktualität überprüft, neue Massnahmen entwickelt und die Zielerreichung geprüft.

Die Massnahmen in Benken, Kaltbrunn, Schänis und Uznach präsentieren sich vielfältig:

Gemeinde Benken

In der Gemeinde Benken sind mehrere Projekte in Vorbereitung. Zum einen möchte sie die Bevölkerung mit einem gemeindeeigenen Förderprogramm zu mehr Initiative bewegen, aber sie möchte auch selbst mit nachhaltigen Projekten eine Vorreiterrolle übernehmen. Geplant sind unter anderem ein Wärmeverbund mit Holzschnitzelheizung oder eine grosse Photovoltaik-Anlage.

Gemeinde Kaltbrunn

In Kaltbrunn wurde die Holz-Schnitzelheizung der Wärmeverbund Kaltbrunn AG rechtzeitig auf den kommenden Winter in Betrieb gesetzt. Am Samstag, 26. Januar 2019 werden die Aktionäre – Ortsgemeinde sowie Politische Gemeinde – die Türen der Heizzentrale für einen Tag öffnen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, die Anlage zu besichtigen. Für lokale und nachhaltige Energie sorgen in Kaltbrunn zahlreiche Photovoltaik-Anlagen im Ausmass von 1652,54 KW, davon sind 246 KW auf Dächern von öffentlichen gemeindeeigenen Bauten.

Seit dem 1. Januar 2018 beinhaltet der kommunale Energieförderkatalog folgende Massnahmen: – Gesamtsanierung mit Minergie-Zertifikat. – Neubau oder Ersatzbau nach Minergie-A, Minergie-P. – Batteriespeicher für Solarstromanlagen. – Ersatz von Öl-, Gas- und Holzfeuerungen. – Erwerb eines Elektrofahrzeuges.

Gemeinde Schänis

Die Liegenschaftseigentümer der Gemeinde Schänis können seit diesem Jahr aus dem gemeindeeigenen Förderprogramm Zuschüsse für die Installation von Holzheizungen und Photovoltaik-Anlagen beantragen. Ebenfalls gefördert wird die Wärmedämmung von Einzelbauteilen. Die Gemeinde ist aber auch bestrebt, die gemeindeeigenen Bauten energetisch auf den neusten Stand zu bringen, so wird beispielsweise das Schulhaus Hof II saniert. In diesem Jahr hat die Gemeinde ein Elektrofahrzeug angeschafft, welches der Schänner Bevölkerung zur Verfügung steht.

Gemeinde Uznach

In Uznach konnte im vergangenen Jahr eine neue Ladestation für Elektroautos installiert werden. Des Weiteren wurden dieses Jahr Grundsteine für mehrere Projekte gelegt, so ist ein Wärmeverbund geplant, eine grosse Überbauung soll den neuesten energetischen Standards entsprechen und das Energiestadt-Label soll verteidigt werden.

(OriginalMitteilung, Autor: Gemeinderat Kaltbrunn)