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Rapperswil-Jona
11.07.2020
12.07.2020 20:36 Uhr

JonaCenter: Erben Nef erheben Einsprache

Erben Nef erheben gegen den Entscheid des Baudepartements Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Erben Nef erheben gegen den Entscheid des Baudepartements Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Bild: zvg
Das kantonale Baudepartement hat das Projekt JonaCenter abgeschmettert. Die Erben Nef erheben dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht.

Das Seilziehen um das JonaCenter geht in die nächsten Runden. Die Erben des Immobilien-Investors Hans Nef selig erheben gegen den Entscheid des Kantons vom 23. Juni 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht, wie eine Linth24 vorliegende Gerichtsmitteilung besagt.

Vor drei Wochen hat das Baudepartement des Kantons St. Gallen das Projekt JonaCenter im Bereich Ex-Ferrari-Möbel und Autowaschstrasse Reiser faktisch ins Grab gestossen. Es gab den Einsprechern gegen das Projekt zu 100 Prozent recht.

Gestaltungsplan mit «erheblichen Mängel»

Die wichtigsten Punkte, welche am Projekt bemängelt wurden, waren wie folgt: Der Gestaltungsplan sei mit «erheblichen Mängel» vorgelegt worden, die Teilzonenplanänderung habe nicht der Rechtspraxis entsprochen, die Erschliessung sowie das Parkplatzangebot genüge für die Grossüberbauung nicht und die Höhenverhältnisse in den Plänen haben nicht gestimmt.

Defacto, so der Kanton, wären mit dem JonaCenter Hochhäuser entstanden, die bezüglich «Gebäudeabstände», Umweltverträglichkeit und Lärm nicht den Vorschriften entsprochen hätten. Zudem habe es die Stadt «versäumt», während des Planungsprozesses ein Mitwirkungsverfahren durchzuführen, das den gesetzlichen Anforderungen genügt hätte.

Summierend hiess der Kanton alle Rekurse gegen das JonaCenter gut und setzte sogar den Volksentscheid zur Teilzonenplanänderung ausser Kraft.

Bauchef Furrer: «Wenig Chancen»

Der Investorenvertreter Jürg Nüesch, Schwiegersohn des verstorbenen Hans Nef, sagte in einem Bericht der «Linth-Zeitung» vom 27. Juni, für ihn komme der Entscheid aus St. Gallen «überraschend» und er sei eine «Riesenenttäuschung». Man prüfe einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht.

Bauchef Thomas Furrer hatte sich im selben Bericht berechtigterweise darüber beklagt, dass das Baudepartement mit seinem Entscheid gegen das JonaCenter die kantonalen Vorprüfungen zum Projekt «zur Makulatur» gemacht habe. Allerdings führte er auch aus, dass er «aufgrund der Deutlichkeit» des Entscheids aus St. Gallen für eine Beschwerde «wenig Chancen» sehe.

Offenbar sieht das die Erbengemeinschaft Hans Nef selig anders. Sie zieht den Fall gemäss einem internen Schreiben vom 8. Juli 2020 vor das Verwaltungsgericht. Die Beschwerde wird in St. Gallen von Richter Beda Eugster und einem Team von weiteren zwei Richtern und einem Gerichtsschreiber bearbeitet.

Bruno Hug, Linth24