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Immo & Bau
24.11.2022
24.11.2022 17:52 Uhr

Schweiz lebt enger zusammen

In der Schweiz heisst es zusammenrücken: Die Baugebiete sind kaum gewachsen, die Bevölkerung hingegen schon. (Themenbild)
In der Schweiz heisst es zusammenrücken: Die Baugebiete sind kaum gewachsen, die Bevölkerung hingegen schon. (Themenbild) Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
In der Schweiz rücken die Menschen näher zusammen: beim Wohnen und bei der Arbeit. Laut der neusten Bauzonenstatistik nahmen eingezonte Flächen insgesamt kaum zu, während die Bevölkerung wuchs.

Zwischen 2017 und 2022 ist die Bauzonenfläche um lediglich ein Prozent auf rund 234'000 Hektaren gewachsen, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Donnerstag schrieb. Schon in den fünf Jahren zuvor sei das Wachstum nur gering gewesen.

282 Quadratmeter Bauzonenfläche beansprucht jeder Einwohner und jede Einwohnerin der Schweiz zurzeit. Vor fünf Jahren waren es noch 291 Quadratmeter und vor zehn Jahren 309 Quadratmeter. Neubauten würden heute grösser und höher gebaut, um die Flächen besser auszunutzen.

Innenentwicklung und Verdichtung statt Neueinzonung

Dass Bauzonen kaum noch wachsen, ist laut ARE grösstenteils auf die Raumplanung in den Kantonen zurückzuführen. Den Gemeinden wird vorgegeben, ihre Siedlungen nach innen zu entwickeln und verdichtet zu bauen. So schreibt es das Raumplanungsgesetz von 2014 vor.

Dass geringe Wachstum der eingezonten Flächen liegt nicht an Wohn- und Arbeitsgebieten. Zugenommen haben vor allem die Verkehrsflächen, also die für Strassen und Gleise vorgesehenen Gebiete.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz 6'000 Hektaren Land überbaut. Laut ARE entspricht das etwas mehr als der Fläche der Stadt Bern. Baulandreserven sind aber nach wie vor vorhanden. Knapp die Hälfte davon befindet sich in Städten, etwas mehr als ein Viertel in stadtnahen und ein Viertel in ländlichen Gemeinden.

Keystone-SDA / Linth24