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Leserbrief
Schmerikon
04.09.2022
02.09.2022 11:50 Uhr

«Tierwohl-Niveau unserer Landwirtschaft ist hoch»

Ein Schwein und eine Gruppe Ferkel beim Auslauf draussen. (Themenbild)
Ein Schwein und eine Gruppe Ferkel beim Auslauf draussen. (Themenbild) Bild: Pixabay: Beatrice Hohl
Die Massentierhaltungsinitiative ist für den Schmerkner Landwirt Martin Müller radikal und negativ für Land- und Ernährungswirtschaft sowie KonsumentInnen. Hohes Tierwohl, Standards, Kontrollen gebe es schon.

«Allen Schweizer Bauernfamilien liegen ihre Nutztiere am Herzen. Sie kümmern sich an sieben Tagen in der Woche im eigenen Interesse gut um sie. Darum zeichnet sich unsere einheimische Landwirtschaft durch ein extrem hohes Niveau an Tierwohl aus.

Dafür sorgt ein weltweit einzigartig strenges Tierschutzgesetz. Es enthält zwingend einzuhaltende Höchsttierbestände bei Hühnern, Schweinen und Kälbern sowie wirksame Anreizprogramme für besonders tierfreundliche Ställe und regelmässigen Auslauf im Freien.

Weitergehende Labels und funktionierendes Kontrollsystem

Zudem gibt es zahlreiche weitergehende Labelangebote und ein gut funktionierendes Kontrollsystem. Der von der Massentierhaltungsinitiative geforderte Standard existiert mit dem Bioangebot und anderen Tierwohllabels bereits. Das Angebot ist gar höher als die Nachfrage, weshalb einzelne Labelprodukte oft in konventionellen Verkaufskanälen landen.

Kurz zusammengefasst hätte die Initiative sehr negative Folgen auf die gesamte Land- und Ernährungswirtschaft sowie auf uns die Konsumentinnen und Konsumenten. Darum sage ich aus Überzeugung Nein zu dieser weiteren radikalen Initiative zur Schweizer Landwirtschaft

Martin Müller, Landwirt, Schmerikon