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Freizeit
10.08.2022
10.08.2022 16:18 Uhr

Lästige Entenflöhe trüben den Badespass

Bei den Entenflöhen handelt es sich genauer um Larven (Zerkarien) von Saugwürmern.
Bei den Entenflöhen handelt es sich genauer um Larven (Zerkarien) von Saugwürmern. Bild: Wikimedia Commons
Sommer, Sonne, Badespass – wenn nur die lästigen Entenflöhe nicht wären. Begünstigt von warmem Wasser verursachen die Parasiten Hautrötungen und Juckreiz. Hier ein paar Tipps, wie man sich schützt.

Fast 24°C misst derzeit das Wasser des Zürichsees. Ideale Bedingungen für Entenflöhe – Wassertemperaturen unter 20°C mögen sie gar nicht. Die Folge: Hautrötungen und starker Juckreiz nach dem Baden im See. Bei den lästigen Verursachern handelt es sich aber streng genommen gar nicht um Flöhe, sondern um die Larven (Zerkarien) von Saugwürmern, die vor allem Wasservögel befallen und sich in deren Darm ansiedeln. Über den Kot gelangen die Wurmeier in den See.

Menschen sind ein so genannter Fehlwirt. Beim Vorbeischwimmen versuchen sich die Saugwurm-Larven in die Haut zu bohren. Die menschliche Haut ist aber zu dick und die Larven bleiben darin stecken. Das Immunsystem tut sein übriges und tötet die Parasiten ab – in der Folge entsteht eine so genannte Bade-Dermatitis mit Juckreiz, Rötungen – mitunter zeigen sich bei empfindlichen Personen sogar kleine Blasen und Pusteln oder Nesselfieber. 

Badedermatitis nach dem Befall durch Entenflöhe. Bild: Wikimedia Commons

Was tun?

Entenflöhe sind ungefährlich, der Juckreiz hält ungefähr zwei Tage an. Dagegen tun kann man nicht viel. Wer auf Nummer sicher gehen möchte: 

  • In Fliessgewässern baden – das mögen Zerkarien gar nicht. Auch im Meerwasser kommen sie nicht vor.
  • Flache Uferbereiche und Orte meiden, wo sich viele Wasservögel aufhalten.
  • Nach dem Bad im See gründlich duschen und sich danach mit einem Frotteetuch gut abrubbeln.
  • Badekleidung nach dem Schwimmen wechseln.
Franziska Kohler, Redaktion March24 & Höfe24 / Linth24