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Kolumne
29.07.2022
29.07.2022 11:42 Uhr

Im Alter vor Hitze schützen – so klappt's

Lucia Pangratz mit Tipps, wie man sich im Alter vor der Hitze schützt.
Lucia Pangratz mit Tipps, wie man sich im Alter vor der Hitze schützt. Bild: Keystone/ Linth24
Heiße Sommertage können für ältere und pflegebedürftige Menschen sehr anstrengend und gesundheitlich belastend sein. Naturheilpraktikerin Lucia Pangratz zeigt auf, wie man sich am besten vor der Hitze schützt.

Ältere und pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko, hitzebedingte Gesundheitsprobleme zu entwickeln. Deshalb müssen sie häufiger als jüngere Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Das hat mehrere Gründe: Zum Beispiel ist das Herz-Kreislauf-System weniger leistungsfähig. Einige Erkrankungen und Medikamente bewirken, dass der Körper weniger widerstandsfähig gegen Hitze ist. Zudem haben ältere Menschen in der Regel weniger Durst. Körperliche Einschränkungen wie Gebrechlichkeit schränken die Möglichkeiten ein, sich selbst bei Hitze zu helfen.

Mangelnde Abkühlung und Flüssigkeit können zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel verursachen. Weitere Folgen können Fieber, Krämpfe, Verwirrtheit und Benommenheit bis hin zu Kreislaufversagen und Schock sein. Müdigkeit und Schwäche erhöhen wiederum das Sturzrisiko.

Was kann ich tun?

Vor Hitze schützen

  • Schließen Sie nach Möglichkeit Rollläden, Jalousien und Vorhänge an Fenstern, die der Sonne ausgesetzt sind. Lüften Sie während der kühlsten Tageszeit, in der Regel spät abends, nachts oder früh morgens. Nutzen Sie einen Ventilator, verringern Sie körperliche Anstrengungen. Machen Sie Spaziergänge früh morgens oder spät abends und achten Sie auf eine Kopfbedeckung.

Auf Flüssigkeits- und Salzhaushalt achten

  • Täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit in Raumtemperatur trinken, zum Beispiel Wasser, Saftschorlen oder Pfefferminztee, (kühlend). Erinnern Sie sich immer wieder daran, zu trinken. Bei vermehrtem Schwitzen, natrium-reiche Mineralwasser oder sogenannte isotonische Getränke zu sich nehmen. Vermeiden Sie Getränke mit Zucker, Koffein oder Alkohol. Diese entziehen dem Körper zusätzlich Flüssigkeit. Zu empfehlen sind auch kleine Portionen leichter kühlender Kost mit frischen Salaten und Gemüse. Gut geeignet ist wasserreiches Obst und Gemüse, zum Beispiel Blattsalate, Tomaten, Gurke oder Pfirsich, Melone und Ananas. Auch Jogurt, Quark und Kefir kühlen den Körper. Vermeiden Sie schwer verdauliche und fettige Speisen.

Körper kühl halten

  • Achten Sie auf leichte, luftdurchlässige Kleidung und Bettwäsche, zum Beispiel aus Baumwolle oder Leinen. Eventuell können Sie die Bettdecke durch ein dünnes Laken ersetzen oder auf Wunsch weglassen. Arme oder Beine mit ein wenig Wasser aus einer Sprühflasche oder einem kühlen Waschlappen benetzen. Auch kalte Armbäder helfen abzukühlen.
  • Viele Menschen leiden bei großer Hitze an geschwollenen und teilweise schmerzenden Beinen. Das liegt meist daran, dass sich das Blut dort sammelt und einen unangenehmen Druck erzeugt. Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt werden, etwa durch kalte Güssekalte Beinwickel oder Pumpgymnastik. Darüber hinaus könnten Präparate mit Rosskastanie helfen.

Holen Sie ärztlichen Rat, wenn Sie Anzeichen für Überhitzung oder Flüssigkeitsmangel feststellen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen und sonnigen Sommer, bleiben Sie gesund!

Lucia Pangratz

Lucia Pangratz, Eidg. Dipl. Naturheilpraktikerin TEN, aus Siebnen verbindet Schul- und Komplementärmedizin und zeigt bei Linth24 auf, wie sich diese sinnvoll anwenden lässt.

www.complimed.ch

Lucia Pangratz, Eidg. dipl. Naturheilpraktikerin