Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Kolumne
30.05.2022

Was lässt sich gegen Tinnitus tun?

Tinnitus sind Ohrgeräusche, die im Patienten selbst entstehen – die Naturheilpraktikerin Lucia Pangratz gibt Auskunft darüber.
Tinnitus sind Ohrgeräusche, die im Patienten selbst entstehen – die Naturheilpraktikerin Lucia Pangratz gibt Auskunft darüber. Bild: spektrum/ Linth24
Tinnitus tritt meist plötzlich auf, kann Pfeifen, Brummen, Zischen und ganz verschiedene Ursachen haben. Erfahren Sie hier, wie genau sich ein Tinnitus äussert, warum er entsteht und was sich dagegen tun lässt.

Die Ursachen sind vielfältig und manchmal unklar. In vielen Fällen sind es  langanhaltende emotionale Belastungen und Stress, die den Tinnitus auslösen oder verstärken können. Strömungsgeräusche des Blutes bei Gefässverengungen, offene Ohrtrompete, Schwerhörigkeit, Lärm- oder Knalltrauma, Hörsturz, Mittelohrentzündung, Otosklerose, Tumoren, Trommelfellperforation, Morbus Menière, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch mögliche Auslöser. Sehr oft sind es orthopädische Probleme wie HWS-Blockaden oder Kieferfehlstellungen. Auch verschiedene Medikamente, (Antibiotika, Diuretika, Chemotherapeutika, Psychopharmaka und hohe Dosen Schmerzmittel), können einen Tinnitus auslösen. Vermehrtes Auftreten von Tinnitus nach Coronainfektionen und Covid-Impfungen.

Behandlung:

Zuerst gilt es abzuklären was die mögliche Ursache für den Tinnitus ist. Dies geschieht zuerst über verschiedene Fachspezialisten wie Hals-Nasen-Ohrenarzt, Orthopäde, Zahnarzt, Psychologe.

Ein Tinnitus sollte möglichst frühzeitig behandelt werden, um zu verhindern, dass er chronisch wird. Ein chronischer Tinnitus liegt vor, wenn die Beschwerden seit mindestens drei Monaten bestehen. Bei kürzerer Dauer spricht man von akutem Tinnitus.

Schulmedizinisch wird je nach Ursache mit Cortisonpräparaten, durchblutungsfördernden Medikamenten, Blutdrucksenkern oder Physiotherapie behandelt. Bei Schwerhörigkeit kann auch ein Hörgerät Hilfe leisten.

Naturmedizinische Behandlung: Balance finden!

Tinnitus kann ein Zeichen dafür sein, dass etwas aus der Ordnung geraten ist: die Balance zwischen Spannung und Entspannung und zwischen Leisten und Auftanken.

Es empfiehlt sich daher, sich für den Moment eine Auszeit zu nehmen, einen Gang zurückzuschalten, auch wenn das im alltäglichen Leben nicht immer leicht umzusetzen ist. Schlafen Sie ausreichend und nehmen Sie sich abends Zeit, um sich auf die Nacht einzustimmen. Auch nachfolgende Vorschläge können gute Hilfe leisten.

  • Yoga, Meditation und Entspannung
  • Akupunktur, Schädelakupunktur
  • Implantatakupunktur (Nadeln bleiben bis 2 Jahre im Ohr)
  • Gesunde Ernährung (Viel Obst und Gemüse, wenig Kaffee, wenig Alkohol)
  • Ginkgo-Präparate (erhöhen die Durchblutung)
  • Ingwer-Tee (3x/Tg), Ingwerscheiben mit Honig kauen
  • Vitamin C, B12, B6, Magnesium
  • Korrektur der Halswirbelsäule und des Kiefergelenkes

Für ein individuelles Therapiekonzept kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Naturheilpraktiker.

Lucia Pangratz

Lucia Pangratz, Eidg. Dipl. Naturheilpraktikerin TEN, aus Siebnen verbindet Schul- und Komplementärmedizin und zeigt bei Linth24 auf, wie sich diese sinnvoll anwenden lässt.

www.complimed.ch

Lucia Pangratz, Eidg. dipl. Naturheilpraktikerin