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19.05.2022

Förderung der Biodiversität an der A15

Im südlichen Abschnitt der Nationalstrasse N15 (A15) wird nach möglichen Aufwertungsflächen gesucht.
Im südlichen Abschnitt der Nationalstrasse N15 (A15) wird nach möglichen Aufwertungsflächen gesucht. Bild: zvg
Das Bundesamt für Strassen ASTRA will 20 Prozent der Grünflächen entlang der Nationalstrassen aufwerten – zur Förderung der Biodiversität. An der A15 und der A4 werden mögliche Flächen überprüft.

Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen stehen untereinander und mit der Umwelt in Wechselwirkung. Sie erbringen so Leistungen von hohem wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und ökologischen Wert. Dazu gehört zum Beispiel das Bereitstellen von Trinkwasser, Nahrung für Mensch und Tier, der Schutz vor Naturkatastrophen oder die natürliche Schädlingskontrolle.

In der Schweiz ist die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und weiteren Organismen jedoch unter Druck. Auch der Verkehr beeinflusst die Biodiversität. Im Sinne der «Strategie Biodiversität Schweiz» des Bundes trägt das Bundesamt für Strassen ASTRA dazu bei, negativen Effekte auf die Umwelt zu verringern und die Artenvielfalt zu fördern.

Grünflächen als Lebensräume besser nutzen

Dabei kommt den Grünflächen entlang der Nationalstrassen eine wichtige Bedeutung für die Biodiversität in der Schweiz zu. Sie sind insgesamt etwa so gross wie die Fläche des Kantons Basel-Stadt. Nicht selten sind sie wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen – darunter Orchideen, Eidechsen, Schmetterlinge oder Wildbienen.

Um diesen Arten weiterhin einen Lebensraum bieten zu können, will das ASTRA 20 Prozent der Grünflächen entlang der Nationalstrassen zu Biodiversitätsflächen (z.B. Magerwiesen) aufwerten.

Feldaufnahmen bis Herbst 2023

In diesem und nächstem Jahr finden entlang aller Nationalstrassen in der Nordostschweiz biologische Feldaufnahmen statt. Zwei Planer-Teams analysieren dabei die Pflanzen- und Tiervielfalt direkt vor Ort. Damit eruiert das ASTRA, welche Flächen sich in Biodiversitätsflächen verwandeln lassen.

Im Spätfrühling beginnen die Feldaufnahmen im Raum Schaffhausen entlang der N4 bzw. entlang der N15 auf St.Galler Gebiet. Die Arbeiten werden sich bis in den Herbst 2022 erstrecken und nach einer Winterpause bis in den Herbst 2023 fortgeführt. Anschliessend müssen die vielen Daten ausgewertet werden. Mit Ergebnissen ist etwa gegen Ende 2024 zu rechnen.

Für diese Untersuchung werden täglich mehrere Personen in Schutzkleidung (Leuchtjacken und -hosen, Helm) auf den Flächen entlang der Strassen unterwegs sein. Da die Feldaufnahmen abseits der Strasse erfolgen, führen sie zu keinen Beeinträchtigungen des Verkehrs.

PD, Bundesamt für Strassen ASTRA