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19.05.2022
19.05.2022 15:25 Uhr

Trümmer von abgestürzten Flugzeug geborgen

Als das Flugzeug abgstürzte lag noch Schnee.
Als das Flugzeug abgstürzte lag noch Schnee. Bild: Kapo SG
Die Grossteil der Trümmer des abgestürtzen Kleinflugzeuges im Gebiet Säntis sind geborgen. Die Maschine war am 30. März abgestürzt.

Am Nachmittag des 30. März berichtete die Kantonspolizei St. Gallen über ein abgestürztes Kleinflugzeug im Säntis-Gebiet. Aufgrund des damals herrschenden Nebels gestaltete sich die Suche nach der Maschine schwierig, ebenso wie die Bergung des Absturzopfers. Auch, weil zu dieser Zeit noch Schnee lag.

Nun, gut 1.5 Monate später, ist die Bergung der Absturzteile weit vorangeschritten. Vom abgestürzten Piloten, einem mutmasslich 63-jährigen Italiener, fehlt jedoch noch jede Spur. Er gilt weiterhin als vermisst.

Zerstörungsgrad des Fliegers sehr gross

Seit Montagmittag standen unter der Leitung der SUST rund 25 Angehörige des Gebirgsdetachement der Luftwaffe und der Alpinen Rettung Ostschweiz (ARO) im Einsatz. Die Alpinspezialisten wurden während drei Tagen von einem Armee-Helikopter und einem privaten Unternehmen an die Absturzstelle Grüehorn geflogen.

Ausgerüstet mit Bergsteigerutensilien, Werkzeugen und Säcken sammelten sie die Wrackteile ein. Der Zerstörungsgrad des Fliegers ist sehr gross. Die Teile sind auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern verteilt. Der Höhenunterschied zwischen den obersten und untersten geborgenen Teilen beträgt rund 800 Meter.

Gebiet mit Steinschlaggefahr

Die Arbeiten erforderten von den Spezialisten grosse alpine Erfahrung. Zudem herrscht in diesem Gebiet grosse Steinschlaggefahr. Es mussten verschiedene Geländerseile montiert und Abseilstellen errichtet werden. Ein grosser Teil des rund 2000 kg schweren Flugzeuges wurde zusammengetragen.

Die Absturzstelle befindet sich beim Grüehorn. Bild: Kapo SG / Google Street View

Die gefüllten Säcke werden in mehreren Rotationen auf eine tiefergelegene Alp geflogen. Dort werden sie in einen Container verladen und abtransportiert. Sie stehen jetzt der SUST für die Absturz-Ursachenermittlung zur Verfügung. Diese Stelle wird zu einem späteren Zeitpunkt über die mögliche Absturzursache berichten.

Mehrere Flugzeugteile fielen infolge der Schneeschmelze bereits selbständig ins Tal und konnten am Fuss der Bergwand eingesammelt werden.

Armee unterstützt Räumungsequipe

Die Räumungsequipe wurde von zwei Kampfmittel-Beseitigungsspezialisten der Armee unterstürzt. Die Absturzstelle liegt im Zielhang von Militärübungen.

Dort befinden sich auch Blindgänger, welche von diesen zwei Spezialisten fachgerecht erkannt und entsorgt werden konnten. Zum Zeitpunkt dieser Meldung dauern die Aufräumarbeiten immer noch an. 

Kapo SG/ March24/ Linth24