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09.05.2022
07.05.2022 14:08 Uhr

Stadtbus Rapperswil-Jona sorgt für VZO-Überschuss

Ein Stadtbus der VZO beim Bahnhof Jona. (Archivbild)
Ein Stadtbus der VZO beim Bahnhof Jona. (Archivbild) Bild: Linth24
Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) blicken auf das Jahr 2021 zurück. Höhere Erträge beim Stadtbus Rapperswil-Jona erzeugten einen Überschuss. Gegenüber Vorjahr sind die Passagierzahlen gestiegen.

Aufatmen an der Generalversammlung der VZO-Aktionäre: Im letzten Jahr beförderten die VZO rund 18,6 Mio. Fahrgäste. Das sind 11,5 % bzw. 1.9 Mio. Fahrgäste mehr als im Vorjahr 2020, aber immer noch 18 % weniger als im Jahr 2019. Doch der Trend zeigt auch in den letzten Wochen in die richtige Richtung; die Fahrgäste kommen zurück.

Im letzten Jahr zählten die VZO an Werktagen auf ihren 62 Buslinien und 451 Haltestellen mit ihrem elektronischen System durchschnittlich täglich 60'500 Passagiere – gegenüber 73'500 im Jahr 2019. Im Tagesverlauf nahmen die Passagierzahlen tagsüber von 8 bis 16 Uhr zu, während sich diese ab 20 Uhr gegenüber dem Vorjahr kaum veränderten. Bei den Wochentagen nahm die Nachfrage am Samstag überdurchschnittlich zu. Im ersten Halbjahr 2021 waren die Werte im Bereich von 75 % des Niveaus vor der Pandemie, im zweiten Halbjahr 2021 im Bereich von 85 %.

Zufriedene Fahrgäste

Im Sommer 2021 führte der ZVV erstmals die Kundenumfrage nach einem neuen Konzept durch. Der bis anhin umfassende Fragebogen wurde vereinfacht und auf 22 Fragen gekürzt. Grund für die Umstellung war in erster Linie die fehlende Bereitschaft der Fahrgäste, an einer mehrseitigen Umfrage teilzunehmen.

Die aus der Befragung vorliegenden Ergebnisse sind mit jenen der Vorjahre nicht mehr vergleichbar. Einzig ein Vergleich mit anderen Verkehrsbetrieben im Kanton zeigt, dass die Kundenzufriedenheit der VZO bei keinem Kriterium signifikant abweicht, zudem wurden die Bemühungen für eine hohe Servicequalität weiter verstärkt. Die Fahrgäste dürften also auch im vergangenen Jahr zufrieden gewesen sein.

Finanzielle Entwicklung

Die Erfolgsrechnung weist einen Überschuss von CHF 421'360.- aus, der einzig wegen höheren Erträgen beim Ortsbus Rapperswil-Jona entstanden ist und vollumfänglich den Reserven zugeführt wurde.

Bei den zürcherischen Linien wurde der faktische Überschuss von rund 2,5 Mio. Franken dem ZVV abgeliefert, um das wegen fehlenden Fahrgeldeinnahmen angewachsene Defizit für Kanton und Gemeinden so tief wie möglich zu halten.

Auch die Erträge von 2,044 Mio. Franken aus Bahnersatz- und Sonderfahrten, aus Verkehrsmittelwerbung, aus dem Verkauf ausgedienter Busse und den Netto-Erträgen aus der Vermietung der Immobilien wurden wie schon seit Jahren ebenfalls dem ZVV abgeliefert.

Loyales Personal – Dienstalter bei 9,64 Jahren

Die VZO beschäftigen im Berichtsjahr 329 Personen, davon sind 84 % im Fahrdienst, 7 % in der Technik und Hauswartung, und 9 % in der Verwaltung tätig. Das Durchschnittsalter beträgt unverändert 48 Jahre, das Dienstalter stieg auf hohe 9,64 Jahre.

Trotz Pandemie konnten die wenigen Vakanzen fristgerecht ersetzt werden, auch weil die VZO die Prüfung für das Führen eines Linienbusses für geeignete Bewerber neu vorfinanzieren.

VZO sollen bis 2035 CO₂-frei sein

Auch in Zukunft – davon ist der Verwaltungsrat überzeugt – wird der ÖV eine tragende Rolle als Mobilitätsanbieter spielen. Deshalb wurde gemäss der im Jahr 2020 erstellten CO₂-Strategie die Ausschreibung für die ersten Batterie-Busse gestartet.

Parallel dazu wurde mit der Planung der für Elektrobusse nötigen Anpassungen der Infrastruktur begonnen. Bereits im Jahr 2023 sollen die ersten leisen und CO₂-freien Busse in Betrieb genommen werden.

PD, Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO)