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04.05.2022
04.05.2022 15:24 Uhr

VZO testen erstmals Elektro-Busse

Spätestens ab 2035 sind solche VZO-Busse Geschichte – auch in Rapperswil-Jona und Goldingen. (Archivbild)
Spätestens ab 2035 sind solche VZO-Busse Geschichte – auch in Rapperswil-Jona und Goldingen. (Archivbild) Bild: VZO
Anlässlich des laufenden Beschaffungsprozesses testen die VZO verschiedene Busmodelle. Voraussichtlich im Herbst 2023 soll der erste Elektro-Bus auf dem Liniennetz verkehren.

Bis ins Jahr 2035 planen die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) ihre gesamte Busflotte von rund 100 Fahrzeugen ohne fossile Brennstoffe zu betreiben. Nach Erreichen der vorgesehenen Einsatzdauer werden die Dieselbusse in den kommenden Jahren nach und nach durch batteriebetriebene Busse ersetzt.

Erstmals in ihrer Geschichte haben die Verkehrsbetriebe jetzt die Beschaffung von Elektro-Bussen gestartet.

Testfahrten in der Region

Die Beschaffung von neuen Bussen müssen die VZO öffentlich ausschreiben. Nach klaren Vorgabekriterien werden die eingegangenen Angebote bewertet, schreibt die VZO in ihrer Mitteilung.

Dazu gehören auch die Erkenntnisse von sogenannten Testtagen. Die verschiedenen Bushersteller stellen den VZO das angebotene Busmodell für Versuchsfahren auf dem Liniennetz zur Verfügung. Entsprechende Testfahrten finden in diesen Tagen auf dem VZO-Busnetz statt.

Bestellt werde dann der Bus mit dem besten Preis-/Leistungsangebot. Den Vergabeentscheid fällen die VZO im Juni.

Erster E-Bus im Herbst 2023

Die in diesen Tagen durchgeführten Testfahren sind nicht öffentlich. «Mit etwas Glück kann in der Region vielleicht zumindest ein futuristischer E-Bus von aussen beobachtet werden», schreibt die VZO weiter.

Bis sich die Bevölkerung erstmals in einem elektrisch betriebenen Bus durch die Region chauffieren lassen kann, dauert es aber noch einen Moment. Den ersten E-Bus wollen die VZO ab ihrem 75-jährigen Geburtstag, am 3. Oktober 2023, fahrplanmässig auf ihrem Liniennetz einsetzen.

VZO auf Partner angewiesen

Bis der letzte Dieselbus ausrangiert ist, haben die VZO noch einige Herausforderungen zu lösen und sind auf Partner angewiesen – insbesondere Kanton und Bund müssen finanzielle Unterstützung leisten, so die VZO. Diese Vorzeichen stehen jedoch gut: Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV, welcher den öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich finanziert, will die Dekarbonisierung wirtschaftlich umsichtig vorangetrieben.

VZO E-Bus-Strategie

Um eine ökologisch, ökonomisch und betrieblich sinnvolle Ablösung der heutigen Dieselbusflottezu einer treibhausgasfreien Busflotte sicherstellen zu können, haben die VZO eine E-Bus-Strategie erarbeitet. Diese basiert auf der Dekarbonisierungs-Strategie des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV.

Laut einer Studie des Paul-Scherrer-Instituts liegt der CO₂-Ausstoss eines Elektrobusses um 80 Prozent tiefer als bei einem Dieselbus.

www.vzo.ch

VZO / Zürioberland24