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Eschenbach
08.04.2022

Eschenbach: Gut besuchte Bürgerversammlung

 Full House in der Turnhalle St. Gallenkappel.
Full House in der Turnhalle St. Gallenkappel. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Mit einem Gewinn von über 4 Millionen Franken schloss die Gemeinde Eschenbach ein anspruchsvolles Jahr 2021 ab, wie an der Bürgerversammlung vom Donnerstag verkündet wurde.

Am Donnerstagabend empfing der Gemeinderat Eschenbach die Stimmberechtigten nach 2 Jahren Corona-bedingter Pause, in der Turnhalle St. Gallenkappel zur persönlichen Bürgerversammlung. Vergleicht man die Zahlen anderer Gemeinden im Linthgebiet, bei denen die Anwesenheit Stimmberechtigter im 1%. Bereich herumdümpeln, dann ist die gestrige Bürgerversammlung mit 205 Personen/ 3.1% doch ein gut besuchter Anlass. Ein zu Beginn vorgetragener Antrag aus Kreisen der Anwesenden, die Bürgerversammlung filmen zu dürfen, wurde gleich abgelehnt.

Gewinn statt Verlust

Gemeindepräsident Cornel Aerne konnte den Stimmbürgern ein gutes Jahresergebnis präsentieren. Aus einem budgetierten Verlust von -554'000 Franken wurde ein Gewinn von +4'559'622.65 Franken ausgewiesen. Kein Wunder, dass die Bürger den vom Gemeinderat vorgeschlagenen Antrag zu Verwendung des Ertragsüberschusses – die Bildung einer Vorfinanzierung für einen Neubau des Gemeindehauses und einer Einlage in die Ausgleichreserve – mit vereinzelten Gegenstimmen diskussionslos annahm.

  • Gemeindepräsident Cornel Aerne bei der Vorstellung der Jahresrechnung. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Schulpräsident und Vizepräsident Reto Gubelmann äussert sich zur Kritik an der Schule Eschenbach. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Verschiedene Minderaufwendungen

Der Grund für das gute Jahresergebnis waren verschiedene Minderaufwendungen aufgrund der Corona Massnahmen. Vor allem in den Bereichen Kultur, Schule (Wegfall von Schullagern und anderen Aktivitäten), Pflegefinanzierungen (weniger Eintritte in Pflegeinrichtungen, Tendenz zu Betreuung zuhause) und dem Asylwesen. Im Bereich Soziale Sicherheit war die Einhaltung des Budgets gemäß Cornel Aerne «…wie eine Punktlandung.» Trotzdem bleibt dieser Bereich in der Gemeinderechnung mit mehr Aufwand als Ertrag.

Rege Diskussionen

Der Verein «WirFamilien» thematisierte das für viele Familien und Kinder unbefriedigende Volksschulgesetz. Die Bürgerversammlung gab der Gemeinde den Auftrag, darüber Bericht zu erstatten. Ein weiterer Antrag von Ivo Kuster wollte die Gemeinde verpflichten, ein Kiesabbau & Deponiereglement auszuarbeiten, um den bisher freiwilligen Beitrag der Unternehmen, de «Kiesrappen», in eine Gebühr umzuwandeln, welche die mit dem Kiesabbau und -transport verbundenen Unkosten der Gemeinde zumindest fair abdecken sollte. Der Antrag wurde sehr knapp abgelehnt, der Gemeinderat erhielt den Auftrag über den Inhalt des Anliegens Bericht zu erstatten. Weitere Anträge und Voten betrafen störende Helikopterflüge, die Wiederbegrünung von Quartierstrassen, den Zustand des Furrerweihers, Landwirtschaft und die Problematik von 5G-Antennen.

Um 22.30 konnte Gemeindepräsident Cornel Aerne die Versammlung beenden und die Anwesenden zum Apéro einladen.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24