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Gesundheit
13.02.2022
13.02.2022 21:25 Uhr

Fast 13'000 Meldungen zu Impf-Nebenwirkungen

Im Vergleich zur Zahl der verabreichten Impfdosen nehmen sich jene zu den Nebenwirkungen relativ gering aus.
Im Vergleich zur Zahl der verabreichten Impfdosen nehmen sich jene zu den Nebenwirkungen relativ gering aus. Bild: Swissmedic
Die Heilmittelbehörde Swissmedic wertete bis letzten Dienstag 12'334 Meldungen zu Nebenwirkungen der Covid-Impfungen aus. In 38 Prozent der Fälle stuften die Meldenden die Symptome als schwerwiegend ein.

48,7 Prozent der Meldungen stammen von Personen in Gesundheitsberufen, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Diese sind gesetzlich verpflichtet, schwerwiegende Nebenwirkungen zu melden. In 51,1 Prozent der Fälle wandten sich direktbetroffene Patientinnen und Patienten oder Angehörige an das Heilmittelinstitut.

Bei der Mitteilung von Swissmedic handelt es sich um eine Aktualisierung bereits bekannter Daten: Bis zur vorangegangenen Veröffentlichung Mitte Januar hatte die Heilmittelbehörde 11'467 Meldungen gezählt, gut 62 Prozent davon über nicht schwerwiegende Impf-Nebenwirkungen.

Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit

Bei den Meldungen über schwerwiegende Nebenwirkungen liegt das mittlere Alter der Betroffenen den Angaben vom Freitag zufolge bei 54 Jahren. Am häufigsten wurde über Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit und Schwindelgefühl berichtet. Diese Reaktionen überwiegen auch bei den nicht-schwerwiegenden Fällen.

In 199 der schwerwiegenden Fälle sind Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben, wie Swissmedic berichtete. In allen Fällen gebe es aber andere, wahrscheinlichere Todesursachen – trotz der zeitlichen Assoziation. Bis im Januar waren 192 derartige Fälle registriert worden.

Nesselfieber nach Booster-Impfung

Im Zusammenhang mit der Booster-Impfung erhielt Swissmedic laut seiner jüngsten Mitteilung 581 Verdachtsmeldungen. Bereits am Donnerstag hatte die Behörde gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigt, man habe bis zum 8. Februar 315 Meldungen evaluiert, in denen es um Nesselfieber als Nebenwirkung ging.

sda / Linth24