Kaltbrunn
02.11.2018

KÄSER WICK WEGEN UMWELTVERSCHMUTZUNG VERURTEILT

Das Kreisgericht See-Gaster hat den bereits mehrfach vorbestraften Karl Wick zu einer Busse und Geldstrafe von 9'900 Franken verurteilt. Zur Last gelegt wurden ihm die Verschmutzung der Umwelt mit Heizöl und unbewilligtes Bauen. Seine beiden Mitangeklagten erhielten deutlich tiefere Geld-Strafen.

Wie die "Linthzeitung" schreibt, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig und könnte von den Verurteilten an das Kantonsgericht weiter gezogen werden. Ebenfalls noch hängig sind in diesem Zusammenhang zwei weitere Verfahren: Die Gemeinde Kaltbrunn verlangt 61'000 Franken für den Aufwand im Zusammenhang mit der Oelverschmutzung und 52'000 Franken fordern der Grundbesitzer und die Melioration Linth, der die verschmutzten Kanäle gehören.

Gravierende Umweltverschmutzung

Die Kantonspolizei St. Gallen fasst am 3. Februar 2017 den Tathergang so zusammen:

"Am Donnerstag (02.02.2017), kurz nach 15:30 Uhr, erhielt die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von Dieselgeruch im Bereich der Grafenaustrasse. Es musste festgestellt werden, dass eine grössere Menge mit Dieselöl verschmutztem Wasser in die Natur gepumpt worden war.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es in einer Liegenschaft an der Grafenaustrasse zu einer Überschwemmung in einem Kellerraum. Dort waren auch Behälter mit Dieselöl gelagert, welches sich mit dem Wasser vermischte. Ein Arbeiter erhielt nach 07:30 Uhr den Auftrag das Wasser ins Freie zu pumpen. Dadurch gelangte eine bisher unbekannte Menge verschmutztes Wasser mit mehreren hundert Liter Dieselöl ins Erdreich und verteilte sich über die Sickergruben Richtung Benken und Uznach.

Den Feuerwehren Kaltbrunn und Uznach gelang es rechtzeitig Richtung Benken und Uznach Bachsperren zu errichten. Auch das Pumpwerk Grynau konnte rechtzeitig ausser Betrieb genommen werden. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons St.Gallen wurde schliesslich auch kontaminiertes Erdreich abgetragen.

Die Auswirkungen auf die Umwelt können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend beurteilt werden. Die Kantonspolizei St.Gallen leitete Ermittlungen gegen die Verantwortlichen ein (Originalmeldung vom 3. Februar 2017).

Video von Blick.ch vom 3. Februar 2017: https://www.blick.ch/news/schweiz/oel-desaster-in-kaltbrunn-wer-hat-diesel-in-die-erde-gekippt-id6165788.html

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(Linth24/MAL)