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Kaltbrunn
18.10.2021
18.10.2021 12:41 Uhr

Kaltbrunner Gleitschirm-Ehepaar erneut erfolgreich

Werner (l.) und Gabriela Jacober fliegen seit 30 Jahren Gleitschirm – auch diese Saison war erneut mit Erfolg geschmückt.
Werner (l.) und Gabriela Jacober fliegen seit 30 Jahren Gleitschirm – auch diese Saison war erneut mit Erfolg geschmückt. Bild: Simon Straub
Das fliegende Ehepaar Jacober aus Kaltbrunn hat die sehr guten Gleitschirmflug-Resultate der letzten Jahre auch in der Saison 2021 einmal mehr bestätigt.

Vom März bis Ende September dauert in der Schweiz die Thermiksaison, denn während dieser Zeit herrschen die besten Bedingungen, um mit Gleitschirmen lange Streckenflüge zu realisieren. Jeder Pilot mit der entsprechenden Lizenz kann auf einer Internetplattform seine Flüge einreichen. Mitte Oktober werden die Resultate ausgewertet und die Ranglisten erstellt. Für die Wertung in der Schweiz werden die vier weitesten Flüge jedes Piloten berücksichtigt, für die weltweite Wertung zählen deren sechs. Beim Streckenflugcup entscheiden die Piloten selbst, wann und wo sie starten und welche Route sie fliegen.

An vergangene Spitzenleistungen angeknüpft

Werner Jacober konnte mit soliden Flügen an die Spitzenleistungen der letzten Jahre anknüpfen. Im Wallis startete er seinen weitesten Flug der vergangenen Saison. Von Riederalp das Goms hinauf bis zum Siedelhorn beim Grimselpass flog Jacober, wo er dann den ersten Wendepunkt setzte. Zurück über Fiesch, den Rhonegletscher und das Unterwallis bis nach Martigny zum zweiten Wendepunkt. Weiter über das Matterthal bis zum Distelhorn, wo Jacober den dritten Wendepunkt setzte. Auf dem Rückflug beim Fülhorn drehte er die letzte Thermik aus und zog im Gleitflug zurück bis nach Brig, wo der Kaltbrunner nach 9  Stunden und 25 Minuten sehr zufrieden landete.

In der Einzelwertung erreichte Werner Jacober in der Kategorie Sport national den 14. Platz von 1593 Piloten.

  • Werner Jacober läuft zum Abflug an. Bild: Simon Straub
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  • «Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.» Bild: Simon Straub
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Zweiter Platz national

Bei den Frauen platzierte sich Gabriela Jacober auf dem zweiten Platz national. In der weltweiten Wertung belegt die Kaltbrunnerin den achten Platz unter 1438 Pilotinnen. Sie startete ihre Flüge vor allem im Bündnerland. Ein Highlight war ihr Flug von Fanas das Prättigau hinauf bis zum Silvrettagletscher, wo Jacober den ersten Wendepunkt setzte. Über Schanfigg und die Surselva zum zweiten Wendepunkt in Disentis. Weiter Richtung Heimat über den Bifertenstock ins Glarnerland. Am Schilt hat sie den Heimatkanton in vollen Zügen genossen und ein paar zusätzliche Kreise gedreht, bei denen Jacober sogar ihren Wohnort erblickte. Als dritter Wendepunkt hat die Pilotin Walenstadt gesetzt und ist im Sonnenuntergang nach Sargans geflogen, wo Jacober nach über zehn Stunden landete.

  • Gabriela Jacober war mehr als 10 Stunden lang in der Luft. Bild: Simon Straub
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  • Bild: Simon Straub
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Gabriela Jacober