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Kanton
14.10.2021
14.10.2021 11:22 Uhr

Tierschützer kritisieren Olma scharf

Bundespräsident Guy Parmelin hielt sich bei seinem Olma-Besuch auch in einem Stall auf.
Bundespräsident Guy Parmelin hielt sich bei seinem Olma-Besuch auch in einem Stall auf. Bild: Linth24
Nach den Klimaaktivisten beschwert sich Peta Schweiz nun auch über die Olma. In einem Blog-Post kritisieren die Tierschützer, dass die Olma Tiere zu Ausstellungsobjekten degradiere.

«Tiere im Stall bestaunen, flanieren, probieren und beim Säulirennen mitwetten» – damit wirbt die Olma auf ihrer Website. Peta Schweiz passt das ganz und gar nicht. Sie kritisiert nämlich, dass die Tiere stark belastet werden. Laute Musik und Menschenmassen würden zu Stress und Angst führen. «Die Vorbereitung und Ausführung verschiedener Darbietungen, darunter das Säuli- und Kuhrennen oder Dressurakte mit springenden Tieren, werden gegen den Willen der Tiere durchgeführt», heisst es in ihrem Blog-Post.

Olma zeige nicht die Realität

Zwar wollen Veranstaltungen wie die Olma die Menschen näher an das Thema Tiere und Tierhaltung bringen, doch die tiergerechte Haltung werde nur vorgetäuscht. Enge, kotverschmutzte Ställe und gewaltsame Tötung im Schlachthaus – so sehe die Realität gemäss Peta aus. Die Olma verschleiere das Leid der Tiere in der Ernährungsindustrie.

Speziesismus-Vorwurf

Weiter werfen die Aktivisten der Olma Speziesismus vor. Dieser Begriff stehe für die Auffassung, dass der Mensch anderen Spezies überlegen sei und darum das Recht habe, über deren Schicksal zu bestimmen. Events wie die Olma, bei denen Tiere vorgeführt und zur Belustigung der Besucher missbraucht werden, behindern das Überwinden dieser Auffassung.

Schon vor der Olma 2020 habe Peta die Veranstalter mit ihrer Kritik konfrontiert und gebeten, die Ausstellung der Tiere aus dem Programm zu streichen – ohne Erfolg. Deswegen appelliert Peta Schweiz nun öffentlich Tiere aus dem Programm zu streichen. Man solle in Zukunft den Fokus auf vegane Ernährung und eine nachhaltige, tierfreie Landwirtschaft legen.

Erst kürzlich kritisierten Klimaaktivisten die Flugshow am Eröffnungswochenende. Diese sei lärmbelastend und unnötig in Zeiten der Klimakrise.

pez, stgallen24 / Linth24