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Rapperswil-Jona
29.09.2021
29.09.2021 11:47 Uhr

Kanti in Rapperswil-Jona schon ab nächsten Sommer

Da wo einst das Mädcheninternat Wurmsbach war, kommt nächsten Sommer nun eine private Kanti rein.
Da wo einst das Mädcheninternat Wurmsbach war, kommt nächsten Sommer nun eine private Kanti rein. Bild: Linth24
Die St. Galler Regierung plante eine Kanti in Rappi erst in 10 bis 25 Jahren. Nun entsteht im alten Mädcheninternat Wurmsbach schon ab Sommer 2022 ein privates Gymnasium.

Erst wollte die St. Galler Regierung nichts von einer Kanti Linth wissen, dann plötzlich war der Plan, ein Gymi in 10 bis 25 Jahren in der Rosenstadt zu erbauen und nun geht es noch schneller. In einer Medienmitteilung lässt die Bildungsgruppe SBW Haus des Lernens AG verkünden: «Die bisher grösste Schweizer Stadt ohne eigenes Gymnasium, wird ab Sommer auf ‘sein eigenes’ verweisen können.» Ab Sommer 2022 will die AG nämlich ein privates Gymnasium in Rapperswil-Jona betreiben, beim Kloster Wurmsbach, wo das Mädcheninternat diesen Sommer die Türen schloss

Internationale Beachtung

Dass die Gruppe hohe Ambitionen hat, zeigt ein Zitat von Reto Ammann, der Gesamtverantwortliche der SBW Haus des Lernens Bildungsgruppe, gegenüber der Linth-Zeitung: «Die Linthregion wird nicht einfach eine weitere Schule bekommen. Der Talent-Campus Zürichsee soll Teil einer Bildungsvision werden, die lokal verwurzelt ist und international Beachtung findet.»

Individuelle Talentförderung

Die SBW-Gruppe legt nämlich grossen Fokus auf individuelle Talentförderung – so führt sie in Kreuzlingen eine der vier nationalen Swiss-Olympic-Sportschulen sowie je einen Campus für Kunst- und Sporttalente in Winterthur und in St. Gallen. In Romanshorn führt die Gruppe seit 1998 ein Gymnasium, wo sich seither knapp 300 Schülerinnen und Schüler auf die eidgenössische Maturitätsprüfung vorbereitet haben. Laut SBW beträgt die Erfolgsquote der Abgänger bei dem abschliessenden, extern stattfindenden Examen 98 Prozent.

Fokus in Rapperswil-Jona

Auf dem zukünftigen Talent Campus Zürichsee in Rapperswil-Jona liegt der Fokus stark auf individuellem Lernen mit sogenannten Lerncoaches. Neben dem eigentlichen Schulstoff legt die Bildungsgruppe hohen Wert auf die «Entwicklung und Stärkung der Persönlichkeit» und auch Leidenschaft, Widerstandskraft, Weltoffenheit, Nachhaltigkeit, Kreativität und Unternehmertum sollen mit speziellen Programmen gefördert werden.

Nicht gratis

Anders als bei einer öffentlichen Kanti wird das private Gymi nicht gratis sein. Wie viel Schulgeld bezahlt werden muss, wird von Projektleiter Jonas Buol noch nicht preisgegeben. Gegenüber der Linth-Zeitung versichert er jedoch, dass man sich nicht als «klassische Eliteschule» definiere und oft individuelle Lösungen für weniger betuchte Familien finde, sofern die Einstellung der Jugendlichen stimme.

Linda Barberi, Linth24