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Leserbrief
Schmerikon
23.09.2021

«Wenn nicht jetzt, wann dann?»

Albert Jud schreibt: «Machen wir einen vernünftigen Schritt in die Zukunft – die Vergangenheit können wir nicht ändern.»
Albert Jud schreibt: «Machen wir einen vernünftigen Schritt in die Zukunft – die Vergangenheit können wir nicht ändern.» Bild: Linth24
Der Schmerkner CVP-Vizepräsident Albert Jud sagt überzeugt Ja zum Projekt Zentrumsgestaltung. «Die Rahmenbedingungen stimmen», so der CVPler.

«Die Sanierung der Kantonsstrasse wurde vom Kanton lange hinausgeschoben. Diese erfolgt nun abgestimmt auf das Projekt Zentrumsgestaltung mit einer allseits begrüssten Südverschiebung. Bei einer Ablehnung des Projektes Zentrumsgestaltung saniert der Kanton auf der bestehenden Linienführung. Dies würde mit grösster Wahrscheinlichkeit den Verlust aller 16 Längsparkplätze mit sich bringen. Weitere Parkplätze würden einer Platzgestaltung mit sicherer Verkehrsführung zum Opfer fallen. Das wäre für unser örtliches Gewerbe fatal.

Das Projekt wurde beim Bund zur Bezuschussung durch die Agglomerationsprogramme angemeldet. Schmerikon darf mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Bundesbeiträgen von mehreren Millionen Franken rechnen.

Unverhältnismässig und keinen Sinn

Das Projekt Zentrumsgestaltung mit Verweis auf die Priorität der Umfahrungsstrasse abzulehnen, ist unverhältnismässig und macht keinen Sinn. Der Gemeinderat hat sich schon vor Jahren mit der «Industrie Umfahrung» beschäftigt und ein eigenes Bauprojekt ausgearbeitet. Dieses musste er zurückstellen, da der Kanton mit der Planung der regionalen Verbindungsstrasse A15-Gaster begann. Diese Strasse ist im kantonalen Richtplan eingetragen und es können gleichenorts keine anderen Projekte vorangetrieben werden, bevor nicht definitiv über die regionale Verbindungsstrasse befunden wurde.

Wenn die regionale Verbindungsstrasse kommt, erhält Schmerikon die Anbindung der Industrie Härti «zum Nulltarif». Andernfalls darf Schmerikon auch für dieses Projekt mit namhaften Bundesgeldern rechnen. Zudem darf angenommen werden, dass die verbleibenden Kosten nicht alleine von der politischen Gemeinde, also vom Steuerzahler, zu berappen sein werden.

Ein überzeugtes Ja

Seit nunmehr 17 Jahren beschäftigt sich Schmerikon mit der Zentrumsgestaltung. Dem Projektwettbewerb folgte ein Mitwirkungsverfahren und das heutige Bauprojekt. Nun liegt ein Projekt vor, das von fast allen Parteien und dem örtlichen Gewerbe befürwortet und unterstützt wird. Die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Worauf wollen wir also warten. Machen wir einen vernünftigen Schritt in die Zukunft – die Vergangenheit können wir nicht ändern. Ich werde am 26. September ein überzeugtes JA in die Urne legen.»

Albert Jud, CVP Schmerikon