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Fussball
12.09.2021

FCRJ mit verrückter 2. Hälfte

Bild: FCRJ
Nach einer harmlosen folgte eine zweite verrückte Halbzeit: In den zweiten 45. Minuten überschlugen sich die Ereignisse in der Partie gegen den FC Biel - am Schluss gewinnt der FCRJ mit 4:3.

Ambitioniert und engagiert so starteten beide Mannschaften ins Spiel. Den glücklicheren Start, der hätte aber dem FCRJ gehört, doch Eusebio verpasste in der 4. Minute eine Topchance. In der 13. Minute dann ein schwerer Dämpfer. Der FCRJ verliert den Ball im Mittelfeld, ein langer Ball auf den Bieler Grasso auf halb rechts, und dieser läuft quer in den Strafraum und aus 14 Meter lässt sein satter Schuss Torhüter Yanz keine Chance. So sieht Effizienz aus.

Das Bieler 1:0 war gar nicht zwingend, denn der FCRJ zeigte eine sehr animierte Anfangsphase. Sie machten auch nach dem Tor dort weiter, versuchten aus einer gesicherten Defensive die Spitzen anzuspielen und das gelang je länger um so besser.

Traumpass zum 1:1

Kllokoqis Traumpass war ein solches Beispiel. Von weit in der eigenen Abwehr spielte der FCRJ- Verteidiger auf Eusebio, der praktisch am rechten Rand des Strafraums stand.  Dieser zeigte Übersicht. Er sah Ciarocchi in der Mitte freistehen und der bullige Stürmer liess sich nicht zwei Mal bitten und schoss zum zum 1:1 ein. Danach ging es munter weiter, am Resultat bis zur Halbzeit änderte sich nichts mehr.

Was sich ab der 46. Minute abspielte, das war verrückt. Zuerst war Biel an der Reihe: Garcia brachte die Seeländer in der 53. Minute in Führung. Nur sieben Minuten später, auf einen weiten Ball in den Bieler Strafraum, stand Kllokoqi richtig und erzielte den viel umjubelten Ausgleichstreffer zum 2:2.

Drei Minuten für Stadelmann

In der 57. Minute wurde der Bieler Stadelmann eingewechselt. Wieso ist dies speziell erwähnenswert? Weil man -minimum aus Bieler Sicht- mit dem armen Bieler Verteidiger fast Mitleid haben muss. Nur drei Minuten später wird also besagter Stadelmann bereits verwarnt, und weil er sich nicht beherrschen konnte und lautstark reklamierte, flog er sage-und-schreibe drei Minuten (!) nach seiner Einwechslung aufgrund einer roten Karte gleich wieder vom Platz.

Verrückte Schlussphase

Der FCRJ hatte ab diesem Zeitpunkt das Spiel komplett unter Kontrolle. Ambrosio Da Costa, Last-Minute-Transfer des FCRJ (er kam vom FC Sion U21) schoss gleich bei seinem ersten Einsatz für die Rosenstädter in der 73. Minute den 3:2 Führungstreffer.

Jetzt hiess es, den Vorsprung klug zu verwalten und sicher über die Zeit zu bringen. Vonwegen. In der 84. Minute schoss Biel den Ausgleichstreffer, unnötig und komplett dem Spielverlauf widersprechend. Das war’s dann? Nein, war es nicht. Der nackte Wahnsinn schreibt noch ein Kapitel mehr: In der 89. Minute war Captain Simon Rohrbach zur Stelle und schiesst mit dem 4:3 den FCRJ ins vollendete Glück. 

FCRJ Rolf Lutz