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Leserbrief
Gesundheit
09.09.2021

«Mainstream sollte auf allen Ebenen hinterfragt werden»

Daniel Ast aus Siebnen fragt sich, warum wir uns seit 18 Monaten in «einem Glaubenskrieg befinden».
Daniel Ast aus Siebnen fragt sich, warum wir uns seit 18 Monaten in «einem Glaubenskrieg befinden». Bild: Linth24
Ein Linth24-Leser schreibt: «Ich habe kein Problem damit, wenn Mitmenschen die Welt anders sehen als ich. Mich beunruhigt jedoch, dass sie Akteuren vertrauen, denen ich momentan nicht mehr vertraue.»

«Es geht mir nicht aus meinem Kopf. Warum sehen engste Freunde und Bekannte von mir die Lage so anders als ich? Warum befinden wir uns seit 18 Monaten in einem Glaubenskrieg? Weshalb finden es viele Mitmenschen zurzeit in Ordnung, im Namen der Solidarität Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben auszugrenzen? Gefährden Ungeimpfte wirklich andere Menschen?

Ich bin der Meinung, dass keine mir bekannte Person absichtlich jemand in Gefahr bringen würde. Warum muss ich trotzdem in vielen Zeitungen lesen, dass «Impfzögerlinge» andere Menschen gefährden – obwohl es auch viele Fachleute gibt, die sich dieser Einschätzung nicht anschliessen?

Wem vertrauen wir?

Es gibt sicher viele Menschen, die den Mainstream-Medien weiterhin vertrauen – auch nicht immer blind. Ich lese viele Bücher und meide News so oft es geht. Wenn ich meine ungewohnten Argumente gegen die vierte Gewalt – die Medien – anbringe, so höre ich oft: «Das kann ich nicht glauben, das kann ich mir nicht vorstellen.». Und so scheiden sich unsere Geister weiterhin bei der Frage, wem wir vertrauen: Den Leitmedien, der Politik oder unserer eigenen Wahrnehmung im direkt erlebten Alltag sowie Experten und Journalisten, die im Mainstream nicht zu Wort kommen?

Kein Spiegel der Realität

Ein bekannter Soziologe sagte vor kurzer Zeit: «Medien und Politik sind kein Spiegel der Realität, sondern eine geschlossene Gesellschaft, die sich hinter hohen Mauern vom Rest der Bevölkerung abgrenzt und die Deutungshoheit über das Weltgeschehen für sich in Anspruch nimmt.»

Unehrliche Akteure

Ich habe kein Problem damit, wenn Mitmenschen die Welt anders sehen als ich. Mich beunruhigt jedoch, dass sie Akteuren vertrauen, denen ich momentan nicht mehr vertraue. Es handelt sich um Akteure, die sich auch in der Vergangenheit oft getäuscht haben oder nicht ehrlich genug waren.

Freie Medien sollen gedeihen

Der Mainstream sollte auf allen Ebenen vermehrt hinterfragt werden. Es freut mich zu sehen, dass alternative und freie Medien gedeihen. Natürlich können und müssen auch diese noch optimiert werden. Sie haben mir jedoch in diesen 18 Monaten oft geholfen, meine Augen weiter zu öffnen.»

Daniel Ast, Siebnen SZ