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Schänis
06.09.2021
06.09.2021 14:22 Uhr

Festspiel in Schänis nimmt Dorfgemeinschaft ins Boot

Das Festspiel von AdebarKultur greift die schicksalsträchtigen Geschehnisse rund um die Bezirksgemeinde anno 1847 auf.
Das Festspiel von AdebarKultur greift die schicksalsträchtigen Geschehnisse rund um die Bezirksgemeinde anno 1847 auf. Bild: Linth24
Am Montag 13. September informieren die Organisatoren des Festspiels 175-Jahre-Bezirksversammlung Schänis alle Interessierten über das Gesamtpaket und freuen sich über alle, die mitwirken wollen.

Von List geprägt soll sie gewesen sein, die Landsgemeinde vom 2. Mai 1847 in Schänis. Viele Legenden ranken sich um diesen Tag, um turbulente Stunden und Minuten vor dem schicksalsträchtigen Wahlgang, um Menschen, die der Geschichte mit ihrem Sein und Wirken eine neue Richtung geben sollten. Es geht insbesondere auch um eine Kirchturmuhr, die für die einen schneller lief, als ihnen lieb war, für die anderen und für die moderne Eidgenossenschaft aber eine wegweisende Zeit einläutete.

Reise ins Jahre 1874

Schänis, Bezirkshauptort des Gasterlandes, war Schauplatz dieser Ränkespiele, dieses Kräftemessens der Konservativen und Liberalen. Und hier im Herzen von Schänis, mit dem Blick auf dieselbe Kirchturmuhr, wie sie Männer, Frauen und Kinder schon 1847 angesehen haben, reist man im Mai 2022 mit dem Festspiel zurück zur Wiege des heutigen Bundesstaates – bewegend, berührend, fulminant und in ironisch-gemütsvoller Betrachtung. Im stimmungsvollen Innenhof des Kreuzstiftes wird eine Bühne entstehen, die faszinierende Aus- und Einsichten in Raum und Zeit bereit hält und das Publikum in Staunen versetzen wird.

Profis und Laien sind gemeinsam unterwegs

Die künstlerische Leitung und die Regie des Festspiels liegen in den Händen der Uzner Regisseurin Barbara Schlumpf, für den Text des Stücks «D’Schtund vode Zuekunft» zeichnet die St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder verantwortlich. Schauspieler aus den Reihen der Commedia Adebar, aber auch Laienspieler aus Schänis und der Region geben den historisch belegten und den fiktiven Figuren ein Gesicht. Die Band Schäbyschigg wird das Spiel passend begleiten.

Hoher Besuch aus Bern

Ende April wird mit den «Schänner Premieren» gestartet. Dann folgt ein Reigen von rund 14 Aufführungen unter freiem Himmel. Sogar hoher Besuch aus Bundesbern hat sich für den 175ten Jahrestag des Ereignisses angemeldet. Wenn der letzte Vorhang des Festspiels gefallen ist, geht es für die Schänner nahtlos weiter ins nächste Jubiläum: Die Politische Gemeinde feiert am Auffahrtswochenende, vom 27. – 29. Mai 2022 mit der ganzen Bevölkerung ein Dorffest anlässlich des 1050-jährigen Bestehens von Schänis.

Kunsthistoriker Stefan Paradowski, Regisseurin Barbara Schlumpf, Regieassistentin Christina Teuber und AdebarKultur-Präsident Fritz Schoch freuen sich auf das Festspiel und die Ausstellung im 2022 (v.l.n.r.). Bild: Gabi Corvi

Information am 13. September

Versteckte sich das grosse Projekt bis dato sozusagen noch hinter der Bühne, ziehen die Organisatoren nun den Vorhang auf und informieren am Montag, 13. September 2021, von 18.30 -19.15 Uhr beim Kreuzstift über das Gesamtpaket an Aktivitäten und den Stand der Dinge. Insbesondere Schännerinnen und Schänner sind eingeladen, mit AdebarKultur die Zeitreise mitzugestalten.

Spannend präsentierte historische Fakten

An besagtem Tag blickt Fritz Schoch, Präsident des Vereins AdebarKultur, auf ein facettenreiches Gesamtprojekt. Dieses wird auch eine Ausstellung mit spannend präsentierten historischen Fakten rund um die Landsgemeinde und die damalige Zeit enthalten. Kunsthistoriker Stefan Paradowski berichtet an diesem Abend darüber. Last but not least wird Barbara Schlumpf in ihren Worten dem Festspiel weiter Kontur geben und unter den Schännerinnen und Schännern die Lust entfachen, als Puzzleteile im Gesamtbild dabei zu sein. Denn nicht nur das Agieren im Scheinwerferlicht, sondern auch die vielfältigen Aufgaben im Hintergrund, ja der ganze Prozess, tragen zum gemeinsamen Erlebnis bei. Das Gefühl, mit jeder Faser Teil dieser Geschichte zu sein, soll spürbar werden.

Mitwirken ist gefragt

Die Organisatoren hoffen, dass sich viele mitdenkende Köpfe und zupackende Hände für die vielfältigen Aufgaben interessieren und ins Boot geholt werden können. Sie laden darum ein: «Kommt am 13. September vorbei, stellt Fragen, verweilt und werdet neugierig auf  D’Schtund vode Zuekunft!» Damit man gestärkt und beschwingt ins Projekt einsteigen kann gibt’s eine offerierte Wurst mit speziellem Brot, einen Schluck zum Anstossen und als Tüpfchen auf dem i die Musik von Schäbyschigg.

pd/ Linth24