Rapperswil-Jona
22.03.2020
23.03.2020 17:12 Uhr

Rapperswil in Zeiten von Corona

Das Seequai verlassen und verloren...
Rapperswil scheint an diesem Sonntag wie ausgestorben. Man hält sich an die Vorgaben des Bundesrates und bleibt vorwiegend zuhause. Ausser man betreibt Sport im Wald. Ein Stimmungsbild kurz nach Mittag.

13.45 Uhr, Sonntag, Rapperswiler Altstadt. Es wirkt gespenstisch. Die Strassen sind leer, die Plätze verweist, die Einwohner bleiben zu Hause. Das schlechte Wetter hilft mit, den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu unterstützen. Auch der Bahnhof ist um diese Zeit menschenleer, auf den Perrons und in den Zügen herrscht gähnende Leere.

Auch am Bahnhof war es gespenstisch ruhig
Leere Perrons, praktisch niemand fährt Zug

Schräge Situation auch auf dem Hauptplatz

«Schräg, wirklich schräg». So findet die «Touristin» aus Wil die Stimmung auf dem Hauptplatz. Sie hat zusammen mit ihrem Mann einen Ausflug nach Rapperswil gemacht, «weil uns sonst die Decke auf den Kopf fällt», begründete sie den Abstecher.

Auch auf dem Hauptplatz ist es beinahe menschenleer
Der Aufruf des Bundes scheint Wirkung zu zeigen... das schlechte Wetter unterstützt das zudem.
Eine Kreuzung ohne Autos

Am Seequai ist das Bild ebenfalls trist. Es kommen zwar nach 14.00 Uhr vermehrt Spaziergänger, aber es bleibt trotz allem ungewöhnlich still.

Elefanten unter sich

Anderes Bild im Wald

Ein ganz anderes Bild präsentiert sich beim Vitaparcours. Hier hat es bereits um 14.00 Uhr fast keine Parkier-Möglichkeiten mehr. «Den Kopf auslüften ist jetzt wichtig», meint ein Paar, das jeden Tag zwei Stunden im Wald spazieren geht.

Bemerkenswert viele Spaziergänger hat es an diesem Sonntag Nachmittag, aber auch viel mehr, die jetzt joggen oder sonst Sport treiben. Wie Nadja Schubiger und Joli Amin. Beide haben gerade ihren Laufparcours beendet und sind froh, dass dies noch erlaubt ist, denn «es tut unheimlich gut, in dieser schwierigen Zeit Sport zu treiben. Ich halte mich klar an die Vorgaben des Bundesrates», meint Nadja Schubiger, und ihre Kollegin Joli Amin ergänzt: «Ich gehe fünf bis sechs Mal die Woche ins Fitnesscenter. Da diese geschlossen sind, jogge ich einfach fast jeden Tag.» 

Nadja Schubiger (r) und Joli Amin

So wie die beiden Sportbegeisterten werden wohl viele versuchen, «über die Runden zu kommen.»

Rolf Lutz, Linth24
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