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Sport
10.06.2021

Fussball-EM: Public Viewing in Rappi und Schmerikon

Der Eintritt zum Public Viewing in Rapperswil-Jona ist gratis, obwohl die gesamte Produktion über 100’000 Franken kostet. Bild: zVg
Am Freitag ist Anpfiff der Fussball-EM. Public Viewings wurden wegen Corona vielerorts abgesagt. Jedoch nicht in Rapperswil-Jona und Schmerikon: Dort können Fussballfans die Spiele und unsere Nati gemeinsam verfolgen.

Die EM steht vor der Tür: Bereits am Freitag findet das Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien statt und gleich am Samstag spielt auch schon die Schweizer Nati gegen Wales. Mit Publikum in den Stadien (in München z.B. dürfen 14'000 Zuschauer rein, in Budapest full House etc.).

Public Viewings für Fans, welche nicht mitreisen können, fallen jedoch vielerorts ins Wasser. Im Espenmoos Stadion oder auch in der Winti-Arena warf man das Handtuch. Die Auflagen seien in keinem Verhältnis zum Ertrag, so die Veranstalter. Mit den grossen Public Viewings auf der Auswechselbank liegt es nun an den kleineren, doch noch etwas Fussballstimmung in die Region zu bringen. Gerade im Linthgebiet haben sich Letztere dafür ordentlich ins Zeug gelegt. So zum Beispiel das Public Viewing in Rapperswil-Jona, organisiert durch die Eventagentur RedSpark.

Festgelände für Fussballfans

Das rund 2’500 Quadratmeter grosse Areal, auf dem dereinst die Überbauung «Bloom» entsteht, verwandelt sich nämlich ab Freitag, 11. Juni 2021 in ein Festgelände für Fussballfans. Bänke, Tische und ein grosser LED-Screen stehen bereit, um die EM-Spiele live und in guter Gesellschaft mitzuverfolgen. Der Eintritt dafür ist kostenlos – die Finanzierung passiert über die Gastronomie und zu einem grösseren Teil über regionale Sponsoren. «Es ist toll, dass sich einige Unternehmer aus der Stadt spontan für das Public Viewing begeistern konnten. Es ist ein Event von und für Rapperswil», so Fabian Villiger, Mitgründer von RedSpark.

Auch für Verpflegung ist gesorgt. Das benachbarte Restaurant «Lennox» zaubert aus drei mobilen Küchen ein tolles Angebot von Grillspezialitäten über asiatisches Essen bis zu Raclette.

Maximal dürfen 300 Personen das Areal betreten – früh da zu sein lohnt sich. Bild: zVg

Klare Spielregeln

Damit das Public Viewing überhaupt durchgeführt werden kann, gelten klare Spielregeln. Dazu gehört Maskenpflicht und die Konsumation darf nur sitzend stattfinden – analog den Terrassen-Beizen. Zudem dürfen sich maximal 300 Personen auf dem Areal befinden. «Wir arbeiten mit einem professionellen Sicherheitsdienst zusammen und das Gelände ist eingezäunt. Gut möglich, dass wir gegen Ende Juni mehr Personen aufs Gelände lassen dürfen. Darüber wird das BAG entscheiden», erklärt Villiger. 

Zeichen setzen für Eventbranche

Die Frage, ob sich das Public Viewing denn für die Veranstalter überhaupt finanziell lohnen wird, verneint Fabian Villiger: «Die gesamte Produktion kostet über 100’000 Franken. Unser Verdienst ist vom Getränkeumsatz abhängig, wir rechnen mit einer schwarzen Null. Aber das haben wir von Anfang an gewusst. Unsere Motivation war nicht der finanzielle Erfolg, sondern viel mehr ein Zeichen zu setzen, dass es die Eventbranche noch gibt.»

Public Viewing Rapperswil

Das Public Viewing Areal öffnet jeweils 1 Stunde vor Spielbeginn. Der genaue Spielplan ist hier ersichtlich: www.public-viewing-rapperswil.ch

Das Gelände schliesst jeweils 15 Minuten nach Spielende.

EM-Zelt in Schmerikon

Auch in Schmerikon liegt das Fussballfieber in der Luft – genauer gesagt im «Ahoi», wo Inhaber Cony Sutter ein EM-Zelt aufgestellt hat. «Ich weiss, dass unsere Gäste dies zu schätzen wissen und etwas Ablenkung von Corona tut gut. Draussen haben wir  ein kleines EM-Zelt  mit Flat Screen und Grill und drinnen wie üblich zwei TV-Geräte. Die Schweizer Nati braucht doch unsere Unterstützung», so der Beizer und Comedian.  

Auch im Schmerkner EM-Zelt gelten die aktuell gültigen Regeln. Maske bis zum Tisch, sitzend kann man die Maske ablegen. Die Anzahl Personen ergibt sich automatisch mit den 1,5 Metern Abstand von Tisch zu Tisch, den 6er-Tischen draussen und 4er drinnen. «Es hätt Platz solangs hätt», meint Cony Sutter dazu. 

Im Garten vom Ahoi in Schmerikon wird ebenfalls ein Public Viewing stattfinden. Bild: MANU's Foto Video Art
Linda Barberi, Linth24