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Rapperswil-Jona
09.06.2021

Arbeitslose unterstützen Joner Impfzentrum

Vorbereitung des Impfstoffes im Joner Impfzentrum. Bild: Linth24
Im Joner Impfzentrum helfen Arbeitslose im Rahmen eines Einsatzprogramms aus. Laut den Verantwortlichen darf man von einer Win-Win-Situation sprechen.

Im Kanton St. Gallen läuft seit Beginn des Impfprogramms auch ein Einsatzprogramm für Arbeitslose in den vier kantonalen Impfzentren. So auch in demjenigen von Rapperswil-Jona. Laut Karin Jung, Amtsleiterin im Amt für Wirtschaft und Arbeit, hat man damit in jeder Hinsicht nur gute Erfahrungen gemacht. Die Impfteams vor Ort seien dankbar für die Unterstützung und die Stellensuchenden seien topmotiviert. 

Doch wie können Arbeitslose das professionelle Medizinpersonal sinnvoll unterstützen? Karin Jung: «Im wesentlichen werden die Helferinnen und Helfer für die Begrüssung der zu impfenden Personen, deren Zuweisung zur Impfstation sowie zur Überwachung der Personen im Anschluss an die Impfung eingesetzt. 

Im Jona Center wird seit Mitte April geimpft. Bild: zVg

Im Schichtbetrieb für die Impfwilligen

Tatsächlich scheint den Teilnehmern des Einsatzprogramms die Arbeit nicht so schnell auszugehen. Derzeit stehen im Impfzentrum Jona rund zehn Stellensuchende pro Impftag im Einsatz. Vier Stellensuchende haben das Einsatzprogramm bereits beendet. Wobei Jung betont, dass die Arbeitslosen nach wie vor die Pflicht hätten, sich aktiv um eine Arbeitsstelle zu bemühen. 

Jung versichert, dass kein Arbeitsloser zur Teilnahme an dem Programm gezwungen wird: «Freiwilligkeit ist der zentrale Punkt, auf dem das Programm basiert.» Erhalten die Teilnehmer einen Bonus für ihre Mitwirkung? Jung verneint, das erwarte auch niemand. «Seitens der Arbeitslosenversicherung wird ihnen als Mehrwert jedoch ein sogenanntes Quick & Smart-Coaching zur Optimierung der individuellen Strategie bei der Stellensuche angeboten.»

Programm läuft solange Bedarf da ist

Angesichts der Tatsache, dass das Einsatzprogramm ein veritables Win-win-Projekt ist, erstaunt es nicht, dass ein Ende derzeit nicht geplant ist. Karin Jung: «Zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Ende des Programms absehbar. Solange ein Bedarf nach Unterstützung besteht, wird die Dienstleistung fortgeführt.»

Jérôme Stern, Linth24