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Rapperswil-Jona
26.04.2021

EWJR weist trotz Pandemie gutes Ergebnis aus

(v.l.n.r.) Stefanie Hollenstein (unabhängige Stimmrechtsvertreterin), Dr. Patrick Sommer (Verwaltungsratspräsident EWJR) und Michael Bätscher (Geschäftsführer EWJR) auf dem Dach des EWJR-Hauptsitzes in Jona. Bild: Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG
Dank einem starken Dienstleistungsgeschäft hat die EWJR im Geschäftsjahr 2020 einen Gewinn von CHF 3.35 Millionen erzielt. Eine wichtige Rolle wird künftig der neue Fachbereich «Smart Energy» spielen.

Die Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG (EWJR) konnte das Geschäftsjahr 2020 trotz negativen Einflüssen der COVID-19-Pandemie erfolgreich abschliessen. Der Jahresgewinn betrug CHF 3.35 Millionen (Vorjahr: CHF 3.91 Millionen). Den Betriebsertrag konnte das Unternehmen um rund 1 % auf CHF 31.15 Millionen steigern. Der Energieumsatz sank von 179 auf 175 Gigawattstunden im Jahr.

«Der Stromverbrauch war insbesondere im Lockdown rückläufig», erklärt Geschäftsführer Michael Bätscher, «im April 2020 lag er beispielsweise 12 % tiefer als im Vorjahresmonat». Regulatorische Einflüsse sorgten zudem für einen Gewinnrückgang im Bereich Energie. Diese Einbussen konnten mehrheitlich mit Dienstleistungen ausserhalb des regulierten Geschäfts kompensiert werden.

Am Freitag, 23. April, fand die 119. Generalversammlung der EWJR statt. Wie schon im letzten Jahr musste auch diese Versammlung aufgrund der COVID-19-Pandemie ohne persönliche Anwesenheit der Aktionäre stattfinden. Diese liessen ihre Stimme im Voraus der unabhängigen Stimmrechtsvertreterin Stefanie Hollenstein (Adwista Treuhand AG) zukommen.
Die drei Traktanden, sprich Genehmigung des Jahresberichts und der Jahresrechnung 2020, Verwendung des Bilanzgewinns und Entlastung der verantwortlichen Organe, wurden mit grosser Mehrheit angenommen.

EWJR und ihre Tochterfirmen liegen im Zeitgeist

Erstmals hat die EWJR zusammen mit ihren Tochterfirmen Sustech GmbH und ch-Solar AG ein konsolidiertes Jahresergebnis ausgewiesen. Der Gesamtgewinn betrug CHF 3.57 Mio., der gemeinsame Betriebsertrag CHF 36.94 Mio. Verwaltungsratspräsident Patrick Sommer dazu: «Wir sind sehr zufrieden. Beide Tochterfirmen haben erfolgreich gearbeitet und können überdies von der Energiestrategie 2050 und der Klimadebatte bzw. dem anstehenden CO₂-Gesetz profitieren.»

Auch die EWJR ist punkto Energiewende voll auf Kurs. Unter dem Begriff «Smart Energy» hat sie letztes Jahr einen neuen Fachbereich aufgebaut und inzwischen bereits personell verstärkt. Der Fachbereich ist zuständig für Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch von Solarstrom, Stromspeichersysteme sowie Energiedatenmanagement. «Die Nachfrage für diese Dienstleistungen entwickelt sich äusserst erfreulich», sagt Geschäftsführer Michael Bätscher.

Die übergeordneten Entwicklungen im Fokus

Ein weiterer Meilenstein im vergangenen Geschäftsjahr war die Einführung des Smart-Grid-Systems. Damit kann die EWJR ihr Verteilnetz gezielt steuern, wirtschaftlich optimal betreiben und bei Bedarf ausbauen. In diesem Jahr wird das Unternehmen ihr ganzes Messsystem überprüfen und überarbeiten. Bereits im Februar 2021 wurde zudem ein neues Kundenportal eingeführt, in dem die EWJR-Kunden ihre Energiedaten transparent und einfach einsehen können.

Die COVID-19-Pandemie begleitet die EWJR auch im laufenden Geschäftsjahr. «Mittlerweile können wir viel besser damit umgehen», führt Michael Bätscher aus. Zentral ist, dass die EWJR sich trotz der Herausforderungen im Alltagsgeschäft stetig weiterentwickelt und sich an den übergeordneten Entwicklungen wie z.B. der Energiewende orientiert. In diesem Jahr wird das Unternehmen deshalb seine Strategie überarbeiten und den politischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Veränderungen anpassen.

Dazu gehört unter anderem, dass die EWJR ihren wirtschaftlichen Erfolg künftig noch stärker mit Angeboten ausserhalb des regulierten Geschäfts generieren will. «Die Vision der EWJR ist es, sich im Bereich Energie als komplette und kompetente Dienstleisterin zu positionieren», erklärt Verwaltungsratspräsident Patrick Sommer. Dies bedeutet konkret, dass der Kunde für all seine Bedürfnisse eine einzige Ansprechperson hat und er ökologisch sinnvolle und zuverlässige Stromprodukte beziehen kann.

Über die Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG

Seit 1902 versorgt die Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG (EWJR) die Stadt Rapperswil-Jona mit elektrischer Energie. Mit über 1'300 Aktionärinnen und Aktionären sowie der Stadt Rapperswil-Jona als grösster Einzelaktionärin ist die Unternehmung regional breit abgestützt.

Die EWJR setzt sich für eine sichere, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Energieversorgung der Stadt Rapperswil-Jona ein. Ihre Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Installation und Netze stellt sie auch Kundinnen und Kunden ausserhalb ihres Versorgungsgebiets zur Verfügung.

Zurzeit beschäftigt die EWJR 50 Mitarbeitende. Dazu kommen weitere 25 in den zwei Tochtergesellschaften. Die Sustech GmbH in Uster berät Privat- und Geschäftskunden in den Bereichen Heizung/Lüftung/Klima. Die ch-Solar AG in Dürnten ist auf Solartechnik spezialisiert.

PD, Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG