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01.04.2021
02.04.2021 07:31 Uhr

Der 1. April war eigentlich ein Unglückstag

April, April – Wurden Sie heute auch schon reingelegt? Bild: Karl-Josef Hildenbrand
Wieso genau der 1. April als Scherztag gilt, ist unbekannt. Theorien zufolge galt er lange als Unglückstag, so zum Beispiel sei der 1. April der Tag, an dem Luzifer in die Hölle einzog.

Am 1. April dreht sich alles um Streiche spielen und das Scherzen. Sei dies Zahnpasta unter die Türklinke, Plastikfolie auf die Toilettenbrille oder eine irre Geschichte erzählen, welche dann mit «April, April» aufgelöst wird – am 1. April dürfen die Scherzkekse besonders kreativ sein. Wie genau es dazu kam, dass der 1.April zum Tag der Scherze wurde, ist bislang noch unklar. Jedoch gibt es mehrere Ursprungstheorien, welche von wahrscheinlich bis relativ unwahrscheinlich reichen. 

Auf den Leim gegangen

Einer Theorie zufolge bat an einem 1. April ein sechzehnjähriges Mädchen den französischen König Heinrich IV. schriftlich um ein heimliches Rendezvous. Als Heinrich zu dem Tête-à-tête erschienen sei, habe ihn überraschend der versammelte Hofstaat begrüßt, vorgestanden von seiner Gemahlin Maria von Medici. Somit war der französische König am 1. April einer Lüge auf den Leim gegangen.

Veräppelt am 1. April

Eine andere Theorie besagt, dass auf dem Augsburger Reichstag von 1530 unter anderem das Münzwesen geregelt werden sollte. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer «Münztag» ausgeschrieben wurde. Dieser fand dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht. Und all das am 1. April

Der 1. April, ein Unglückstag

In manchen Überlieferungen gilt der 1. April auch als Geburts- oder Todestag des Judas Iskariot, der Jesus verriet. Zudem sei der 1. April angeblich der Tag des Einzugs Luzifers in die Hölle und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse. Dem Theologen Manfred Becker-Huberti zufolge, gab es im Volksglauben der Antike schon eine Vielzahl von angeblichen Unglückstagen zu denen regelmäßig auch der 1. April zählte.

Der Scherztag

Heutzutage gilt der 1. April als Scherztag, an welchem kleine bis grosse Spässe verschiedenster Art durchgeführt werden. Doch nicht nur Familien oder Freunde machen hierbei mit, sondern auch Radio, Zeitungen und viele Unternehmen erlauben es sich jedes Jahr wieder, ihre Kunden in den April zu schicken. Hier eine kleine Auswahl:

  • Die Fast-Food Kette Burger King kündete 2017 an, eine neue Zahnpasta auf den Markt zu bringen. Mit Burgergeschmack. Um die Sache noch glaubwürdiger zu machen, drehte man sogar noch einen kleinen Werbespot dazu
  • Calanda erlaubte sich ebenfalls ein Spässchen und verkündete in den sozialen Medien stolz, neue Geschmacksrichtung im Sortiment zu haben: Bündnerfleisch, Pizzokels, Capuns, Nusstorte und Landjäger
  • Der Landbote liess für kurze Zeit ein Wunder entstehen. So verkündete dieser, dass der FC Winterthur neu der Juniorpartner des FC Barcelona wird
  • Auch Greta Thunberg liess trotz den ganzen Streiks den 1. April nicht aus. 2019 verkündete sie auf ihrem Twitter-Account, dass sie gemerkt habe, dass man das Klima nun unter Kontrolle habe und sie deshalb aufhöre zu streiken und zurück in die Schule gehe. Mit einem darauffolgenden Tweet löste sie das Ganze dann jedoch als «AprilFool'sDay» auf
  • Die NZZ brachte zum Scherztag eine Nachricht in den Umlauf, welche als klein aber oho eingestuft werden kann. Die Zeitung verkündete, dass bei der Stadt Zürich bald schon die Ü-Pünktchen gestrichen werden und es neu Zurich heissen wird

Falls sie eine Idee für den nächsten 1. April brauchen, hat Linth24 Ihnen ein kleines Scherzartikel-Sammelsurium zusammengestellt.

Linth24