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Schmerikon
18.03.2021
18.03.2021 20:51 Uhr

Das sagt die Bevölkerung zum Schmerkner Velofahrverbot

Ein erster Eindruck der Online-Debatte zeigt: Beim Fahrverbot bei der Schmerkner Seeanlage gehen die Meinungen auseinander. Bild: Linth24 / ZVG
Mittels eines neuen Tools wird auf 8716.ch über ein mögliches Fahrverbot an der Schmerkner Seeanlage debattiert. Bislang sind 3'000 Stimmen zu 53 Standpunkten zusammengekommen. Linth24 mit einer Zwischenbilanz.

Die Gemeinde Schmerikon sieht an der Seepromenade ein steigendes Unfallrisiko durch Velo- und E-Bikefahrer und erwägt deshalb ein Fahrverbot für Zweiräder auf der Höhe des Bahnhofs (Linth24 hat darüber berichtet).

Auf 8716.ch ist noch bis 24. März 2021 eine Online-Debatte darüber in Gang, bei der sich beteiligen kann. TeilnehmerInnen können hier über die Standpunkte der anderen TeilnehmerInnen abstimmen und auch eigene Statements einreichen.

Das sagen die einzelnen Meinungsgruppen

Bislang gingen 3'000 Stimmen zu insgesamt 53 Standpunkten ein. Das Tool unterscheidet 3 verschiedene Meinungsgruppen hinsichtlich Velofahrverbot. Wie sieht der aktuelle Stand per Donnerstagnachmittag aus?

Gruppe A (19 Personen) lehnt Bodenmarkierungen zur Trennung von Fussgängern und Velofahrern ab und viele sehen nicht ein, dass Eltern mit Kindern, Velo und Anhängern an den See fahren können müssen. Auch wird der Aussage widersprochen, wonach ein Verbot die härteste Option sei und Alternativen dazu gesucht werden sollten. Viele finden, es gebe kaum genug Platz für alle, auch mit Einsatz gesunden Menschenverstands.
Hier befürworten alle ein Fahrverbot auf der Seeanlage.

Gruppe B (33 Personen) lehnt ein durchgehendes Fahrverbot im Abschnitt zwischen Restaurant Bad und Pier 8716 ab. Sie findet ein Fahrverbot in der Seeanlage nicht gut und ist der Ansicht, dass nur wenige Velofahrer sich rücksichtslos verhielten. Viele sehen nicht ein, dass Grosseltern und Familien mit Kinderwagen ermöglicht würde, die schöne Schmerkner Riviera zu geniessen, ohne einem Radfahrerslalom ausgesetzt zu sein.

Gruppe C (52 Personen) stört sich an rücksichtslosen Velofahrern und findet, diese fahren zu schnell und ohne Rücksicht auf Fussgänger. Ein grosser Teil von ihnen könnte sich eine Beschränkung während der Badesaison vorstellen, mittels eines geeigneten Alternativweges, der gut signalisiert sein müsste. Wegen der zunehmenden Personendichte sprechen sich viele für eine Trennung der Verkehrsteilnehmer aus, etwa wie an der Zürcher Seepromenade. Viele wollen auch, dass Grosseltern und Familien mit Kinderwagen die schöne Schmerkner Riviera geniessen können, ohne einem Radfahrerslalom ausgesetzt zu sein.

Und das sagt die Mehrheit

Viele Teilnehmer stören sich zwar an rücksichtslosen Velofahrern, doch über die Hälfte lehnt ein Fahrverbot zwischen Restaurant Bad und Pier 8716 ab. Einen holprigen Belag auf einem Teilstück möchten viele ebenfalls nicht sehen.

Auch stimmt mehr als die Hälfte der Aussage nicht zu, dass Velofahrer nie irgendwelche Strassenregeln befolgten. Gleichzeitig finden hier fast alle, dass Fussgänger und Velofahrer gegenseitig Rücksicht nehmen sollen. Viele sehen neben Velofahrern auch Eltern in der Verantwortung.

Dass wegen rücksichtslosen und schnellen Velofahrern überhaupt über ein Verbot nachgedacht werden muss, bedauern dennoch viele.

Redaktion Linth24