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Lifestyle
14.03.2021

Online-Handel erlebt dank Corona Wachstumssprung

Der Online-Handel gehört zu den Profiteuren der Coronakrise. Bild: Keystone
Die Schweizer Konsumenten shoppten 2020 online wie noch nie. Eine gemeinsame Markterhebung von GfK mit Handelsverband und Post zeigt: Vom Boom profitierten insbesondere einheimische Anbieter.

Insgesamt nahmen die Einkäufe via Internet 2020 um 27,2 Prozent auf 13,1 Milliarden Franken zu, wie eine Gesamtmarkterhebung des Marktforschungsunternehmens GfK in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband und der Post ergab.

Doch schon in den Jahren vor der Corona-Pandemie war der Onlinehandel Jahr für Jahr gewachsen, aber nie in dieser Dimension. Die Rede ist denn auch von einen «Dreijahressprung», der sich 2020 ereignet habe.

Vor allem Non-Food-Ware

Beliebt ist das Einkaufen via Internet vor allem bei Non-Food-Waren. Hier machte der Onlineabsatz 18,9 Prozent des Gesamtabsatzes aus, in einigen Bereichen waren es sogar noch deutlich mehr. Bei der Heimelektronik zum Beispiel sprang der Anteil im letzten Jahr auf 48 Prozent – von 36 Prozent im Vorjahr.

Homeoffice und Fernunterricht hätten geholfen, aber auch der Trend zu Streaming und der Vorteil beim Interneteinkauf, dass man den schweren Fernseher oder den unförmigen Computerbildschirm nicht selber nach Hause tragen müsse, hiess es dazu.

Im Food-Bereich kamen die Onlineeinkäufe hingegen nur auf einen Anteil von 3,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr, als der Anteil noch bei 2,8 Prozent gelegen hatte, bedeutet dies zwar ein klares Wachstum.

Schweizer gut dabei

Laut Studie nahmen dabei die Einkäufe bei Schweizer Anbietern (+32%) deutlich stärker zu als jene bei ausländischen (+5%). Die Schweizer Anbieter kommen nun auf einen Anteil von über 80 Prozent am gesamten Onlinehandel. «Stationäre Händler, die beim ersten Lockdown mit ihren Onlineshops bereit waren, haben sehr gute Onlineumsätze generiert» sagte Patrick Kessler vom Handelsverband dazu. Ein Vorteil sei dabei auch gewesen, dass die Post die hohen Volumina insgesamt gut habe stemmen können. «Bei der Logistik sind wir mit einem hellblauen Auge davon gekommen.»

Laut Kessler hat sich der Trend zum Einkaufen im Internet auch nach dem Lockdown nicht abgeschwächt. «Wir haben auch Wachstum gesehen, als die Läden wieder offen waren.» (sda)

Linth24/Redaktion March24