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Rapperswil-Jona
19.02.2021
18.02.2021 21:55 Uhr

Lichtstreit in Rapperswil

Die vermeintliche Ruhezone Bühlerallee soll ab Herbst mit LED-Lampen beleuchtet sein. Bild: Linth24
Die Bühlerallee galt bislang als Ruhezone, doch nun will sie die Stadt mit LED-Lampen beleuchten. Die Altstadtvertreter sind enttäuscht und verärgert.

Gemäss einer jahrzehntealter Übereinkunft der Stadt und Altstadtbewohner gilt der Bereich der Bühlerallee zwischen Kapuzinerzipfel und Giessi als Ruhezone und soll vor Anlässen, Lärm und zu viel Volksaufmarsch verschont sowie abends dunkel bleiben, wie die «Südostschweiz» berichtet. Nun ist diese Übereinkunft jedoch am Bröckeln: Im Rahmen der städtischen LED-Initiative sieht die Stadt mit dem Budget 2021 «eine indirekte, dezente Beleuchtung» der Allee vor, wie es in den Unterlagen zum Stadtforum heisst. 

Gebrochenes Versprechen

Christian Peisker, Präsident des Vereins wohnliche Altstadt, sagt, man sei überrascht und verärgert. Vor allem störe ihn, dass die Altstadtvertreter überhaupt nicht in den Entscheid miteinbezogen worden seien. Das sei gegen das Versprechen des Stadtrates, so Peisker.

Spaziergänger haben Angst im Dunkeln

Bauchef Christian Leutenegger erklärt, dass der Anstoss zur Beleuchtung der Bühlerallee von der Bevölkerung kam. Schon bevor die CVP das Anliegen ins Stadtforum getragen habe, seien mehrere Anfragen bei der Stadt eingegangen, warum dieses Wegstück nicht beleuchtet sei. Die Bevölkerung argumentierte, dass es dort abends sehr dunkel und für Fussgänger unangenehm zum Spazieren sei. 

60'000 Franken Kredit

Die konkrete Umsetzung steht zwar noch offen, doch Leutenegger versichert, dass keine grellen Scheinwerfer in die Bäume gehängt werden. Der mit dem Budget 2021 abgesegnete Kredit beträgt gemäss Leutenegger 60'000 Franken. Voraussichtlich wird die Beleuchtung diesen Herbst montiert.

Linth24