Rapperswil-Jona
08.01.2020
08.01.2020 23:45 Uhr

Stadtbild-Kommission: Neue Mitglieder

Im Zusammenhang mit verschiedenen Projekten - zum Beisppiel Tourismus-Center und «Hafen-Monster» - wurde die Stadtbildkommission kritisiert. Unabhängig davon werden nun zwei Mitglieder ausgewechselt.

Ein Mitglied der Stadtbildkommission kann maximal drei Amtszeiten, das sind drei mal vier Jahre, im Amt sein. Zwei Mitglieder haben diese Amtszeit erreicht und werden nun durch neue Fachleute ersetzt. Nicht mehr dabei sind somit Bruno Bossart aus St. Gallen und Paul Knill aus Herisau. Neu gewählt wurden dafür Andreas Hagmann aus Chur und Lukas Imhof aus Zürich.

Das Stadthaus Rapperswil-Jona teilt dazu mit:

Seit der Vereinigung von Rapperswil und Jona setzt die Stadt zur fachlichen Beurteilung von Bauprojekten, Planungen und Konzepten eine Stadtbildkommission ein. Nach nunmehr 12 Jahren werden zwei der bisherigen externen Stadtbildexperten verabschiedet. Für ihre Nachfolge konnten zwei qualifizierte Fachleute aus den Bereichen Städtebau und Architektur gefunden werden.

Seit Anfang Januar 2020 hat die Stadtbildkommission von Rapperswil-Jona ihre Arbeit in neuer Zusammensetzung aufgenommen. Die Stadtbildkommission hat beratende Funktion zuhanden der Bau- und Umweltkommission und des Stadtrats. Sie beurteilt Vorhaben, die für das Strassen-, Orts- oder Landschaftsbild von Bedeutung sind oder wird für spezielle baugestalterische Fragenstellungen, wie beispielsweise Altstadt- oder Denkmalschutz, fallweise beigezogen. Bei entsprechenden Baugesuchen gibt sie zu Handen der Bau- und Umweltkommission (Baubewilligungsbehörde) Empfehlungen ab. Im Rahmen von Sondernutzungsplänen erstattet sie Bericht an die kantonale Verwaltung und Behörde.

Gemäss Ressortreglement Bau, Liegenschaften besteht die Stadtbildkommission aus sechs Mitgliedern: dem Ressortvorsteher Bau, Liegenschaften, dem Leiter Fachbereich Hochbau, dem Projektleiter Stadtplanung sowie zwei externen Architekten BSA und einem externen Landschaftsarchitekten BSLA (Stadtbildexperten).

Die Stadtbildexpertinnen und -experten sind drei ausgewiesene Fachleute in Städtebau, Architektur und Landschaftsarchitektur. Sie sind gegenüber Behörden und Verwaltung unabhängig und haben ihren Wohn- und Geschäftssitz ausserhalb der Stadt RapperswilJona. Sie führen in der Stadt während ihrer Amtszeit grundsätzlich keine Aufträge aus.

Für spezifische Fragen in weiteren Fachbereichen wie Farbgestaltung, Denkmalpflege, Raumplanung und Verkehr können fallweise zusätzliche Fachpersonen beigezogen werden. Die Mitglieder der Stadtbildkommission werden auf Antrag der Bau- und Umweltkommission vom Stadtrat gewählt. Die externen Mitglieder der Stadtbildkommission können maximal zweimal wiedergewählt werden (gesamthaft 3 x 4 Jahre), wobei anzustreben ist, dass mit gestaffelten Ergänzungswahlen die Kontinuität gewährleistet bleibt.

Die beiden Stadtbildexperten Bruno Bossart, Dipl. Architekt HBK/BSA/SIA, St. Gallen, und Paul Knill, Architekt BSA, Herisau, sind bereits seit der Vereinigung von Rapperswil und Jona im Jahr 2007 in ihrer Funktion für die Stadt tätig. Somit endete ihre dritte Amtszeit auf das Ende des vergangenen Jahres.

Vor diesem Hintergrund wurde nach einem qualifizierten Ersatz Ausschau gehalten. Nach Absprache mit dem Architekturforum Obersee und der bisherigen Stadtbildkommission konnten zwei ausgewiesene Fachleute gefunden werden. Es handelt sich dabei namentlich um folgende Experten:

  • Andreas Hagmann, D. Jüngling und A. Hagmann, Dipl. Architekten BSA/SIA, Chur
  • Lukas Imhof, Architektur GmbH, ETH SIA BSA, Zürich

Martina Voser, Stadtbildexpertin für den Fachbereich Landschaftsarchitektur, bleibt zur Gewährleistung der Kontinuität bis auf weiteres in der Stadtbildkommission vertreten. Sie ist seit 29. Mai 2012 Mitglied der Stadtbildkommission.

Der Stadtrat verdankt die langjährige und kompetente Arbeit der bisherigen Stadtbildexperten Bruno Bossart und Paul Knill und ist davon überzeugt, dass mit den neuen Stadtbildexperten zwei qualifizierte Fachleute für die Stadtbildkommission gefunden werden konnten.

Redaktion Linth24
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