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Fussball
31.01.2021
30.01.2021 18:18 Uhr

FCRJ-Sportchef: «Rechne mit frühestens Anfang April»

Stefan Flühmann ist Sportchef des FC Rapperswil-Jona. (Bild: Rolf Lutz) Bild: Rolf Lutz / FC Rapperswil-Jona
Die 1. Mannschaft des FC Rapperswil-Jona hat das Training wieder aufgenommen – obwohl noch unklar ist, wann die Saison weitergeht. Sportchef Stefan Flühmann spricht darüber und über Silvios Wegzug.

Rolf Lutz: Stefan Flühmann, im November waren Sie noch guten Mutes, dass die Saison anfangs Februar wieder aufgenommen werden könnte. Es sieht aber momentan nicht danach aus…

Stefan Flühmann: Ja, mit Anfang Februar war ich wohl zu optimistisch (lacht). Ich weiss zurzeit auch nichts Konkretes, das spruchreif ist. Es wurde uns einfach zugesagt, dass wir vor dem ersten Meisterschaftsspiel offiziell vier Wochen Vorbereitungszeit erhalten. Das heisst: Wenn wir mal spekulieren, dass der Lockdown Ende Februar für die Promotion League fertig ist, dann würde das bedeuten, dass wir Ende März/Anfang April wieder starten könnten.

Kann so die Saison überhaupt ordnungsgemäss zu Ende gespielt werden?

Es wäre möglich, mit «Englischen Wochen», wenn wir in den Juni hinein oder gar bis Ende Juni spielen würden. Aber es könnte auch eine andere Möglichkeit berücksichtig werden: Dass wir nur noch die notwendigen Spiele spielen, damit 50 % aller Spiele gespielt wären, die notwendig sind, damit die Tabelle gilt, und es einen Aufsteiger gibt. Das sehe ich durchaus auch als eine passable Lösung, dass man dann einen Schlussstrich zieht.

Wie geht die Mannschaft und der Trainer damit um, dass so viele Monate ohne Ernstkampf verstreichen?

Für den Trainer ist es sehr, sehr schwierig mit dieser Planungsunsicherheit. Er kann nicht genau planen, er kann nicht auf einen spezifischen Termin hinarbeiten. Die Mannschaft ihrerseits ist sehr hungrig, das merkt man in jedem Training. Aber es war auch im 1. Lockdown eine unheimlich lange Zeit ohne Ernstkampf, somit haben wir gelernt, damit umzugehen.

Kommen wir auf die Mannschaft zu sprechen. Silvio hat den FCRJ verlassen und ist wieder zum FC Wil zurückgekehrt. Wie sieht es bezüglich Ersatz für den Goalgetter aus?

Es ist wirklich schade, dass Silvio wieder gegangen ist. Doch die Challenge League bietet einen normalen Trainings- und Spielbetrieb und wir nicht. Der FC Wil hatte eine schwierige Vorrunde und wollte sicher mit Silvio weitere Erfahrung ins Team reinbringen, weil sie eine sehr junge Mannschaft haben. Für ihn selber war dies sehr lukrativ, und wir wollten Silvio keinen Stein in den Weg legen, gerade in der momentanen Situation. Es ist traurig, aber so ist Fussball.

Das könnte auch mit anderen Spielern der Fall sein…

Ja, die momentane Unsicherheit bezüglich der Wiederaufnahme der Meisterschaft birgt das Risiko, dass uns weiter Spieler mit Qualität verlassen könnten, das ist uns klar. Bezüglich Ersatz für Silvio kann ich noch nichts Konkretes sagen – wir haben die Augen und Ohren offen und ein paar Namen auf unserer Wunschliste.

Rolf Lutz, FC Rapperswil-Jona