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Benken
25.01.2021

Starrbergtöbeliwald: Aufwertung für mehr Sicherheit

Teile des Starrbergtöbeliwaldes leiden zunehmend unter Stress. Entwurzelte Bäume sind eine Folge davon.
Teile des Starrbergtöbeliwaldes leiden zunehmend unter Stress. Entwurzelte Bäume sind eine Folge davon. Bild: ZVG / Gemeinde Benken
Mit einem neuen Bewirtschaftungskonzept sollen im Benkner Starrbergtöbeliwald die Schutzfunktion des Waldes, die Sicherheit für Anwohner und Besucher sowie die ökologische Vielfalt sichergestellt werden.

Die Wälder an exponierten Standorten gelangen durch die Klimaerwärmung und die zunehmenden Stürme immer mehr unter Stress. Wassermangel führt zu dürren Kronenteilen und schlechterer Verankerung des Baumes im Boden. Dazu kommen noch die Sekundärschäden wie Eschenwelke, Buchennekrose, Hallimasch oder Borkenkäfer. In Siedlungsgebieten und entlang von Fusswegen und Strassen wird damit der Wald zum Sicherheitsrisiko.

Schon mehrmals wurden im Starrbergtöbeliwald grössere und kleinere Bäume entwurzelt oder es brachen Kronenteile ab.

Seit Jahrzehnten werden geschädigte Bäume entfernt und es wird eine Verjüngung angestrebt.

Um den Wald im Starrbergtöbeli den heutigen Ansprüchen anzupassen, erarbeitete der Regionalförster mit dem Revierförster ein Bewirtschaftungskonzept mit folgendem Ziel:

  1. Der Wald erfüllt langfristig die Schutzfunktion vor Erosion, Murgängen, Steinschlag und Eisschlag gegenüber der Kantonsstrasse mit Trottoir und Parkplatz.
  2. Der Wald stellt langfristig keine Gefahr für die Gebäude, Anwohner und Passanten dar.
  3. Der Schutzwald wird naturnah, strukturreich und mit grosser Artenvielfalt aufgebaut, damit er langfristig die Schutzfunktion erfüllen und sich bestmöglich dem Klimawandel anpassen kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind folgende Arbeiten notwendig:

Die alten Bäume werden gefällt. Sträucher und halbhochwachsende Bäume müssen natürlich gefördert oder wenn nicht vorhanden, künstlich eingebracht werden. Durch regelmässige Pflege sollen die ökologisch wertvollen Arten gefördert und die hochwachsenden Bäume über 20 cm BHD (Brusthöhen-Durchmesser) laufend gefällt werden. Bäume, die nicht lotrecht stehen oder solche mit einseitigen Kronen, sollten laufend entfernt werden. Der Waldrand soll stufig aufgebaut sein.

Die gefällten Bäume können als Totholz im Bestand liegen bleiben, sofern sie keine Gefahr darstellen.

Die Ausführung der Arbeiten zu diesem Bewirtschaftungskonzept beginnt im Winter 2020/2021.

Ausblick

Durch eine regelmässige Waldpflege ist die Sicherheit für die Anwohner und Strassenbenützer gewährleistet. Durch die stufige Bewaldung mit hoher Stammzahl und ohne Hänger sind auch die Anforderungen nach NAIS (Nachhaltigkeit im Schutzwald) erfüllt. Zudem wird die neue Waldstruktur für die Ökologie sowie für das Landschaftsbild vorteilhaft und minimiert das Klimawandel-Risiko.

Gemeinde Benken