Linthgebiet
15.02.2019

REKORDUMSATZ DER «ENERGIE ZÜRICHSEE LINTH - EZL»

Noch nie setzte die Energie Zürichsee Linth soviel um wie im vergangenen Jahr.

Der erarbeitete Umsatz wurde 2018 um 4,5 Mio. auf CHF 54 Mio. (+9%) gesteigert. Dies entspricht einem Umsatzrekord in der Firmengeschichte der EZL, vormals Erdgas Obersee.

Das Kerngeschäft mit dem Verkauf von Erdgas/Biogas blieb infolge warmer Witterung leicht unter den Erwartungen, hingegen konnte der Kundenzuwachs deutlich gesteigert werden. Die Versorgung der Kunden wurde zu jeder Zeit sichergestellt. Die Diversifikation in die neuen Geschäftsfelder entwickelt sich sehr erfreulich. Der Generalversammlung wird eine Dividende von CHF 52.50 (VJ: 50) pro Aktie vorge-schlagen. Erdgas/Biogas für Wärme und Prozess Der Energieabsatz bei Privat-, Gewerbe- und Industriekunden reduzierte sich infolge sehr milder Witterung. Insbesondere fielen der Monat Januar und der Frühling sehr mild aus, die Jahresmittel Temperatur lag in Summe knapp 1 Grad C höher wie im Vorjahr. Der Gasabsatz an unsere Kunden bewegte sich bei 552,9 Gigawattstunden, minus 3 % zum Vorjahr. Ein stärkerer Rückgang konnte durch einen bedeutenden Kundenzuwachs vermieden werden. 100 Liegenschaften-Eigentümer mit einer Leistung von über 4‘100 Kilowatt haben neu eine Gas-Hei-zung in Betrieb genommen. Dieser starke Zuspruch zeigt, dass Erdgas/Biogas in unserer Gesell-schaft weiterhin sehr attraktiv positioniert bleibt.

Erdgas/Biogas als Treibstoff plus 7%

2,65 GWh Treibstoff konnten durch die acht eigenen Gas-Tankstellen in R-J, Uznach, Reichenburg, Siebnen, Niederurnen und Netstal an die Mobilitätskunden ausgeliefert werden. Ein noch stärkeres Wachstum blieb uns infolge Sanierung der Tankstelle Siebnen verwehrt. Ebenfalls konnten die Ga-ragisten über mehrere Monate keine Gas-Fahrzeuge ausliefern. Dies mangels entsprechenden Ka-pazitäten bei den Herstellern. Gas-Fahrzeuge belasten die Umwelt dank der sauberen Verbren-nung deutlich geringer wie Diesel- oder Benzin-Fahrzeuge und leisten damit einen wichtigen Bei-trag fürs Klima. Der Fahrzeughalter spart zudem bei den Treibstoffkosten 30 Prozent.

Fernwärmeverbund Jona

Die Verlege-Arbeiten für das Fernwärmenetz in Jona wurden erfolgreich umgesetzt. Das Projekt wurde weiterentwickelt, zusätzliche Kunden haben Vereinbarungen für einen Anschluss unter-zeichnet. Die Inbetriebnahme ist auf den Herbst 2019 geplant. Dieses Generationenprojekt ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige regionale Energiezukunft im Sinne einer klimafreundlichen Versorgung.

Im Bereich des Contracting wurden diverse Aufträge gewonnen. Speziell zu erwähnen gilt es dabei das Hotel Rotbuche in Rapperswil. Bei diesem Neubauprojekt zeichnet sich EZL für Wärme und Lüftung verantwortlich. Weitere Projekte sind in Planung.

Dienstleistungen

Die Abteilung Netz/Technik sorgte erneut für einen stabilen Betrieb der gesamten Versorgungsinfrastruktur. Alle Kunden hatten zu jeder Zeit die gewünschte Energiemenge zur Verfügung. Das Volumen bei den Dritt-Aufträgen im Leitungsbau konnte deutlich gesteigert werden. Kunden waren primär andere Werke. Die personellen Ressourcen wurden damit deutlich besser ausgelastet. Die Planung für die Erstellung der Biogas-Anlage bei der ARA-Obersee in Schmerikon wurde abgeschlossen. Die Inbetriebnahme war ursprünglich für den Herbst 2018 vorgesehen, musste infolge Verzögerungen bei den Bauarbeiten auf den Frühsommer 2019 verschoben werden.

Tochterfirmen erfolgreich unterwegs

Die beiden Tochterfirmen Lampert Heizungen AG (Rapperswil-Jona) und MZ Sanitär + Heizung AG (Lachen), welche umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wärme und Sanitär anbieten, konnten das Umsatzvolumen deutlich ausbauen. Die Rentabilität ist jedoch durch den scharfen Konkurrenzkampf unter Druck geraten. Dem Kostenmanagement muss deshalb noch mehr Beachtung geschenkt werden. Für das laufende und kommende Jahr weisen beide Unternehmen sehr gute Auftragsvolumen aus.

Beteiligungen

Die Beteiligungen an den Gesellschaften Erdgas Obersee-Linth Transport AG EOLT und Erdgas Regio AG ERAG generieren stabile Erträge. EOLT hat die Erschliessung der Gemeinde Eschenbach ab Schmerikon erfolgreich umgesetzt. Bei ERAG konnte die Beteiligung weiter ausgebaut werden, die EZL ist der grösste Aktionär der neunzehn Energie-Unternehmen umfassenden Aktionariates. ERAG beschafft und sichert den kostengünstigen Transport in die lokalen Verteilnetze.

Swiss Farmer Power in Inwil konnte ihre Effizienz bei der Biogasproduktion weiter steigern. Das Biogasvolumen litt jedoch unter dem warmen Sommer, der das Wachstum der Pflanzen stark einschränkte. Die Wirtschaftlichkeit konnte trotzdem auf hohem Niveau gehalten werden.

Umsatzrekord

Am Konzernumsatz von 54 Mio. ist die EZL mit 42 Mio. (78%) des Umsatzes unverändert das Schwergewicht innerhalb der Gruppe. Die verbleibenden 12 Mio. (22% - VJ 20%) werden von den beiden Tochtergesellschaften beigesteuert. Mit den erreichten 54 Mio. wurden ein neuer Umsatzrekord in der Geschichte der Unternehmung erzielt. Alle Bereiche der Unternehmung konnten ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichnen.

Die EBIT-Marge hat sich auf Konzernstufe um 1% auf 9,2% reduziert. Der Reingewinn bewegt sich mit 4,3 Mio. auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital konnte gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden und macht mit 42,9 Mio. stabile 68,5% der Bilanzsumme aus. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen 3,9 Mio. und sind somit gegenüber dem Vorjahr von 2,7 Mio. deutlich gesteigert worden. Bereits heute wird über 50% vom Investitionsvolumen in den Aufbau der neuen Geschäftsfelder eingebracht.

CHF 2‘100‘000 Franken Dividende – plus 5% gegenüber dem Vorjahr

An der anstehenden Generalversammlung vom Donnerstag, 7. März 2019 wird vom Verwaltungsrat eine Dividende von CHF 52.50 pro Aktie der GV zur Genehmigung beantragt. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 5%.

(OriginalMitteilung, Autor: Energie Zürichsee Linth EZL)