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16.01.2021

Erfinder entwickelt kompostierbaren Mundschutz

Die biologisch abbaubare Maske wird in der Schweiz hergestellt und kann bis zu 50 Mal ausgekocht werden. Statt im Müll zu landen, kann sie dem heimischen Blumentopf oder dem Kompost als Feuchtigkeitsspeicher und Nährstofflieferant dienen. Bild: zvg
Fredy Baumeler aus Altendorf hat eine biologisch verträgliche Maske mit nützlichen Materialien für Mensch und Umwelt mitentwickelt.

Die von Fredy Baumeler aus Altendorf mitentwickelte neue Gesichtsmaske richtet sich nach dem Prinzip «Cradle to Cradle», was übersetzt von der Wiege zur Wiege heisst. Alle Rohstoffe, welche von der Natur genommen werden, sollen wieder unbeschadet zurückgegeben werden.

Lokal produzierte Masken

Der Vertrieb der biologisch abbaubaren Maske läuft über die neu gegründete Firma Forpex GmbH aus Altendorf. Ehefrau Marianne Baumeler vergibt die Aufträge: Die Fäden werden in Strengelbach AG gefärbt, die Ohrbändel in Bichelsee TG gestrickt. Zudem schneidet sie die Stoffe zu, lässt sie nähen und koordiniert die Bestellungen, welche über die seit kurzem aufgeschaltete Homepage eingehen.

Zurzeit sind es vor allem Privatpersonen, die VivaMask bestellen. «Die Maske kann bis zu 50 Mal bei 95 Grad im Kochtopf abgekocht werden, wie im alten Stil», erklärt Marianne Baumeler. «Konventionelle Gesichtsmasken sind durch chemische Rückstände belastet. Dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir stundenlang solche Masken vor unserer Nase tragen», so Baumeler.

... und am Schluss noch in den Blumentopf

Auch die Feuchtigkeit in der Maske ist vielfach ein Problem. Es werden Bakterien gefördert, wodurch Hautirritationen und Ekzeme entstehen können. Die «etwas andere» Stoffmaske, wie sie von den Herstellern auch genannt wird, ist atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend.

«Schenke deine verbrauchte Viva-Mask einem Blumentopf oder deinem Garten-Kompost», erklärt Marianne Baumeler das Prinzip der biologisch abbaubaren Gesichtsmaske. Einzig die Nasenbügel müssen aus der Maske gezogen werden, diese gehören ins Altmetall.

Heidi Peruzzo, Linth24/March24