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05.12.2020
05.12.2020 09:44 Uhr

De Samichlaus chunnt – aber dieses Jahr ist alles anders

Der Joner Chlaus und seine Gehilfen.
Der Joner Chlaus und seine Gehilfen. Bild: Linth24
Am Sonntag ist der 6. Dezember. Die Corona-Massnahmen hindern die Chläuse im Linthgebiet nicht, Jung und Alt zu erfreuen. Einfach ein bisschen anders.

Brauchtum ist wichtig und in einem Land mit christlicher Tradition ist der Nikolaustag am 6. Dezember nicht wegzudenken. In diesem Jahr bekommt das Gedenken an den heiligen Bischof von Myra eine besondere Symbolik. Sein griechischer Name Nikólaos bedeutet nämlich „Sieg des Volkes“, er ist der Schutzpatron der Kinder und Armen.

Wer einen wachen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen wirft, erkennt die besondere Botschaft. Die Armut wächst und der Schutz unserer Kinder war selten so gefährdet wie heute. Trotz vieler Einschränkungen lassen es sich Samichlaus-Vereine im Linthgebiet nicht nehmen, ihre Arbeit fortzuführen. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg; so finden sich in verschiedenen Gemeinden und Quartieren Menschen ein, um gemeinsam ein Licht in das Dunkel dieser Welt zu tragen.

Der Klauseinzug fand dieses Jahr nicht statt, darin waren sich alle Vereine miteinander einig. Weitere Aktivitäten passte man der Situation an.

Rapperswil-Jona

Die Etzelchläuse Rapperswil verzichten zwar auf Hausbesuche, aber der Etzelchlaus geht mit der Zeit und findet den Weg via Zoom zu seinen Besuchern. Der Himmelschlaus mit seinen Gehilfen, Samichlaus und Schmutzli, hat auch eine Videobotschaft für alle.

In Jona wandert der Samichlaus mit seinem Team durch die verschneite Winterlandschaft um Vielen einen Gruss und eine Geschichte in den Briefkasten zu legen.

Der Samichlaus ist der Schutzpatron der Kinder und Armen. Eine schöne Tradition, die auch in Jona lebt. Bild: Linth24

Im Lenggis bringt der Chlaus den Familien, die er sonst besucht hätte, einen Biberfladen als Geschenk.

Schmerikon

Wer den Samichlaus trotzdem im Wald treffen möchte, der kann das in Schmerikon. Vom Schmutzli empfangen, wandert man den Kerzenlichtern nach, bis man ihm in seiner Hütte begegnet, wo er aus seinem Buch liest und den Wünschen und Sorgen von Gross und Klein geduldig zuhört.

 

  • Der Schmerkner Samichlaus wartet gespannt auf seine Gäste. Bild: Linth24
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  • Nico und Levin lauschen gespannt, was der Samichlaus zu berichten hat. Bild: Linth24
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  • Empfang vom Schmutzli-Team in Schmerikon. Zuerst gibt es heissen Punsch. Bild: Linth24
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  • So findet man den Chlaus im Wald in Schmerikon. Bild: Linth24
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Uznach

Auch in Uznach gibt es persönlichen Kontakt mit dem Samichlaus. Er kommt auf Wunsch nach Hause, hat es aber lieber, wenn die ganze Familie ihn draussen vor dem Haus erwartet. Dort kann er dann den Gedichten lauschen, Lob oder Tadel erteilen und Geschenke überbringen.

Der Uzner Samichlaus ist bereit für seine Tour. Bild: Linth24

So bringen alle Chläuse Segen und Freude unter jedes Dach, auf dass in der restlichen Adventszeit bis zu Weihnachten niemand vergessen geht.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24