Uznach
08.05.2019

UZNACH IN SEINER FARBIGEN VERGANGENHEIT

In 45 Beiträgen behandelt Kilian Oberholzer Themen aus der Vergangenheit von Uznach. Er hat sie aktualisiert und in einem Buch zusammengefasst.

Kilian Oberholzer folgte dem Wunsch der Ortsgemeinde, der Burgerkorporation Uznach und der Museumskommission und schuf ein neues Buch mit dem Titel «Uznach in seiner farbigen Vergangenheit». Bei der sehr gut besuchten Vernissage am Dienstagabend in der Bibliothek Uznach wies er bescheiden darauf hin, dass er kein Historiker sei. Die Texte habe er in losen Artikeln in Lokalzeitungen veröffentlicht. Der neuste Band ist also keine durchgehende historische Geschichte über Uznach.

Bei der Abfassung der Texte stützte er sich auf die vorhandene Literatur. Mit wertvollen Informationen standen ihm sein Sohn Paul in Rom, Schriften seines Vaters, Beschreibungen von Pfarrer Rudolf Rothlin und Alois Beretta zur Seite. Das neuste Werk wurde von der Ortsgemeinde, Burgerkorporation, Politische Gemeinde, Druckerei Oberholzer und vielen Sympathisanten unterstützt.

Nach einführenden Worten von Pier Lendi tauchte Kilian Oberholzer vertieft in die Kurzgeschichten ein und öffnete ein breites Kaleidoskop: Wie lebte man um 741 in Uznach; Gründung der Stadt Uznach; Hexenturm und Hexenverbrennung; Textilindustrie; Postkutschenzeit.

Uznach wird im Jahr 741 urkundlich erwähnt. Im August 1762 wurde der Marktort Opfer einer Brandkatastrophe: 82 Häuser, Kirche, Spital und 18 Stadel wurden vernichtet. Verschont blieb nur das untere Tor. Mitte des 18 Jahrhundert bis zum zweiten Weltkrieg war der Kohlenabbau ein einträgliches Gewerbe; genauso wie die Postkutschenzeit. Die beiden Häuser «Linthof» und «Ochsen» erlebten eine Blütezeit. Bis zu 100 Pferde wurden in Uznach für die Weiterfahrt gepflegt. Hier machten die Kurse St. Gallen-Glarus, St.Gallen-Rapperswil-Zürich, Zürich-Chur und München-St.Gallen-Luzern-Bern Station.

Das 145 seitige Buch ist nicht einfach eine Chronik, sondern beinhaltet wertvolle und interessante Geschichten. Marc Egli, Präsident der Burgerkorporation bedankte sich bei Kilian Oberholzer für die Buchpräsentation und die Erstellung dieses «Meisterwerks».

N.B. Das Buch kann bei der Buchhandlung Köhler in Uznach erworben werden (30.- Franken)

Werner Hofstetter