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Freizeit
21.11.2020

Bisher gute Saison für Jagdverein See-Gaster

Auch wenn der gesamte Ertrag noch nicht feststeht, ist der Jägerverein See-Gaster glücklich mit der noch laufenden Jagdsaison.
Die Jagdsaison ist im Kanton St. Gallen voll im Gange. Der regionale Jägerverein See-Gaster ist zufrieden mit dem momentanen Zwischenstand und der bislang unfallfreien Saison.

In den Herbstmonaten läuft die Jagdsaison im Kanton St.Gallen auf Hochtouren. Vom August bis im Dezember dürfen im Kanton Rotwild, Rehböcke, Rehgeisse und Rehkitz gejagt werden, anderes Wild sogar bis Ende Februar.

Fast 5’000 Huftiere im Jahr 2019

Für die Jagdsaison gibt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (kurz ANJF) einen Abschuss vor, welchen es zu erfüllen gilt. Gelingt dies und kann ein guter Wildbestand erhalten werden, so reden Jäger von einer guten Saison.

Im Kanton St.Gallen ist die Saison noch nicht beendet und somit steht der Ertrag noch nicht fest. Wird das Jahr aber ähnlich dem Jahr 2019, so kann ein gutes Resultat erwartet werden. Im Jahr 2019 wurde eine stattliche Zahl von 4'851 Huftieren (Reh, Rothirsch, Gämse, Alpensteinbock und Wildschwein) als Abschuss (von Jägern erlegt) verzeichnet. Beim Fallwild (Wild, das ohne Gewalteinwirkung eines Jägers zu Tode kommt, z.B. durch Krankheiten) betrug die Anzahl bei den Huftieren 1090. 

In der Jagdstatistik 2019 können die Details, sowie der Abschuss bei Säugetieren und Vögeln nachgelesen werden.

Die Zahl des Abgangs (Abschuss und Fallwild gesamt) bei den Huftieren im Jahre 2019 betrug 5'941 Huftiere.

Strikte Gesetze bei der Jagd

Ein Jäger darf nicht nach Lust und Laune in den Wald gehen um zu jagen, sondern muss sich an strikte Daten und Gesetze halten. So gibt es zum Beispiel die Schonzeit, in welcher nicht gejagt werden darf. Die Schonzeit verhindert in erster Linie, dass Jungtieren die zur Aufzucht notwendigen Elterntiere genommen werden. In der Jagdzeit resp. Jagdsaison darf dann wiederum gejagt werden.

Unterschiedliche Jagdzeiten

Je nach Kanton in der Schweiz ist es unterschiedlich mit der Länge und dem Zeitpunkt der Jagdsaison. Im Kanton Schwyz zum Beispiel gilt die Patentjagd, welche die Jagd auf dem ganzen Gebiet des Kantons erlaubt. Die Jagdzeit ist hierbei auf wenige Wochen im Herbst beschränkt.

Im Kanton St. Gallen gilt das Revierjagdsystem. Hierbei verpachten die politischen Gemeinden das Jagdrecht durch einen Vertrag an eine Gruppe von Jägern (Jagdgesellschaft) für eine bestimmte Periode. Die Jagdsaison endet hierbei erst im Frühling und erst dann wird der Ertrag gemeldet. 

Während der Jagd sind Jäger auch oft mit einem Hund im Team, welcher in Bereichen wie Apportieren, Treiben oder Stöbern eingesetzt wird.

Jägerverein See-Gaster ist zufrieden

Der Jägerverein See-Gaster gehört zum Kanton St. Gallen und hat somit die Saison noch nicht beendet, jedoch sind die Jägerinnen und Jäger bislang zufrieden, denn bis jetzt verlief die Jagdsaison in ihrer Sektion noch unfallfrei.

Der Jägerverein See-Gaster ist ein sanktgallischer Verein am Walensee gelegen. Der Verein bietet Aus- und Weiterbildungen für Jäger an, fördert das Jagdhundewesen, pflegt den Jagdbrauchtum und macht es sich zum Ziel, die jagdpolitischen Aktivitäten auf die Erhaltung und Förderung einer art- und weidgerechten Jagd auszurichten, welche die nachhaltige Nutzung der Wildbestände ermöglicht. Das erlegte Wild wird sowohl für den Eigennutzen gebraucht wie auch an Restaurants, Metzgereien und private Abnehmer verkauft. 

Viele Faktoren für Top-Qualität

Um qualitativ hochwertiges Fleisch verkaufen zu können, muss bei der Jagd auf so einiges geachtet werden: «Optimal ist ein sauberer Schuss, damit das Tier nicht in Stress kommt. Danach gilt sofortiges Aufbrechen und schnellstmögliches Herstellen einer Kühlkette von 5 Grad (gemäss Wildbrethygiene), damit die Qualität des Wildbrets erhalten bleiben kann. Ein sauberes Zerwirken (Enthäuten und Zerlegen) führt zu einer Top-Qualität», erklärt Conny Schmid, Präsidentin des Jägerverein See-Gaster.

Um eine gute Qualität der Beute sicherzustellen, müssen die Jäger bei der Jagd auf viele Faktoren Acht geben und sorgfältig arbeiten.

Achtsam mit Fauna & Flora umgehen 

Doch nicht nur beim Abschuss gibt es viel zu beachten, auch beim ganzen Rest der Jagd muss ein Jäger/ eine Jägerin auf einen achtsamen Umgang mit Natur & Tier achten. Zusätzlich sei auch, so Conny Schmid, die Transparenz gegenüber der Bevölkerung von grosser Wichtigkeit. Viele «Nichtjäger» wissen nicht Bescheid darüber, was eine Ausübung der Jägerei mit den Gesetzen, der Pflege und der Ausbildung alles beinhaltet. 

Linda Barberi, Linth24