Kaltbrunn
08.03.2019

ALLZEIT BEREIT: FEUERWEHREN IM LINTHGEBIET

Menschen, Tiere, Sachwerte schützen, Hilfe bei Feuer und Elementarschäden gehören zu den Hauptaufgaben der Feuerwehren im Linthgebiet.

Neun Ortsfeuerwehren und zwei Betriebswehren bilden den Feuerwehrverband an der Linth. 665 Angehörige der Feuerwehr (AdF) leisten aktiven Feuerwehrdienst.

Durch die 139. Delegiertenversammlung in Kaltbrunn führte letztmals Verbandspräsident Erwin Tschumi aus Wagen. Er stellte eingangs fest, dass die Feuerwehren über dem Ricken eine starke Gemeinschaft bilden und bei Grossereignissen alle am gleichen Strick ziehen.

Über 400 notwendige Einsätze

Im Verbandsgebiet wurden 2018 insgesamt 482 Einsätze mit 9'129 Stunden oder 1'141 Arbeitstagen geleistet. 161 Einsätze waren nötig bei technischer Hilfe, gefolgt von 76 Brandbekämpfungen und 63 Einsätzen bei Elementarereignissen. Unnötig waren 76 Aufgebote, die keinen Einsatz benötigten, ausgelöst durch Fehlalarme von Brandmelde-Anlagen.

Mehr Mitglieder notwendig

Der Verband zeichnet auch verantwortlich für Aus- und Weiterbildung. Nebst den zwei Grundkursen wurden verschiedene Spezialkurse durchgeführt, die von 200 Teilnehmer besucht wurden und dafür 250 Kurstage investierten. Den Grundkurs 2019, der kürzlich durchgeführt wurde, schlossen 40 Neueingeteilte ab. Die Inspektionsberichte in der Jugendfeuerwehr sind sehr zufriedenstellend ausgefallen.

Trotzdem haben die meisten Verbände Unterbesetzungen. Die Wehren sind auf neue Angehörige angewiesen, um die Einsatzbereitschaft in der Gemeinde zu gewähren.

Zwei neue Führungsmitglieder

Vor 12 Jahren übernahm Erwin Tschumi das Präsidium des FVaL. Er ist stolz, dass er einen «gesunden, fortschrittlichen und florierenden Verband» an eine neue Führung weitergeben kann. In den letzten Jahren konnte er einiges bewegen, sei es in der Ausbildung oder bei der Professionalisierung der Einsätze.

Letztmals präsentierte auch Verbandskassier Florian Thoma aus Amden die Bilanz- und Erfolgsrechnung und das neue Budget, denn er tritt ebenfalls von seinem Amt zurück.

Als neuer Verbandspräsident wurde einstimmig Reto Unterholzer aus der Feuerwehr Rapperswil-Jona gewählt. Als Offizier und Feuerwehrinstruktor kennt er die Sorgen und Nöte im Verbandsgebiet. Das Kassawesen übernimmt neu Erich Mächler, Fourier bei der FW Kaltbrunn. In der Verbandsführung bleiben, Stefan Kraaz (Schänis), Samuel Schuster (Gommiswald) und Roman Eberhard (Benken).

Die Delegierten liessen es nicht beim Danke sagen bewenden: Den Zurückgetretenen wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. An Erwin Tschumi für 12 Jahre Verbandspräsidium, Florian Thoma 6 Jahre Kassier und Christian Murer 8 Jahre Instruktor.

Die nächste Tagung wurde der Feuerwehr Uznach übertragen.

(Foto, von links nach rechts:  Erich Mächler,  Reto Unterholzner, Samuel Schuster, Roman Eberhard, Stefan Kraaz  fehlt auf dem Bild)

Werner Hofstetter