Leserbrief
Schmerikon
09.03.2019

LESERBRIEF ZUR LEINENPFLICHT IN SCHMERIKON

In Schmerikon soll eine private Sicherheitsfirma die Durchsetzung der Leinenpflicht für Hunde am Aabach durchsetzen. Dazu traf dieser Leserbrief ein.

Leserbrief von Alexandra Barnes (9. März 2019)

Liebe Schmerknerinnen und Schmerkner

Ich möchte mit meinem Leserbrief an Ihren gesunden Menschenverstand appellieren. Wie ja bestimmt schon alle mitbekommen haben geht die Debatte wegen Hunden am Aabach in die nächste Runde. Dazu möchte die Gemeinde das Polizeireglement  ändern, um einen privaten Sicherheitsdienst einstellen zu können der Bussen verteilen kann.

Ich bin in dieser Gemeinde geboren und aufgewachsen und habe mich nach mehrjährigem Auslandaufenthalt dazu entschlossen, wieder hierher zurück zu kommen und mit meiner Familie an diesem schönen Ort zu leben. Ich bin auch eine begeisterte Hundehalterin und liebe es, mich mit meinem Vierbeiner in der Natur zu bewegen. Die Aabachmündung ist für uns alle (Hund und Kinder) das mit Abstand beliebteste Sommerziel, weil wir uns da alle zusammen im Wasser vergnügen können. Es ist auch der einzige Ort in der Gemeinde, an dem Familien mit Hund gefahrlos baden können.

Diese Gemeinde ist also schon lange mein zuhause und ich habe mich hier noch nie so unwohl gefühlt wie jetzt. Auf  die Hundehalter und ihre Vierbeiner wird eine unverständliche  und nicht nachvollziehbare Hetzjagd gemacht, angeführt von Gemeinderat und  Gemeindepräsident. Dass sich der Gemeinderat mit dieser Aktion, wie auch mit andern, total verrannt hat, beweist auch seine Stellungnahme im Gemeindeblatt vom Oktober (Seite 5). Hier scheint es sich um eine Trotzreaktion zu handeln, weil man mit verschiedenen Anträgen beim Kanton durchgefallen ist. Es wäre schade, wenn man versuchen würde,  an einer Minderheit, die sich nicht so einfach wehren kann, den angestauten Frust abzulassen.

Wir Hundehalter sind keine bösen Menschen. Ich bin mir sicher, dass der überwiegende Teil sich an die neue Regel am Aabach halten wird. Diejenigen, welche sich nicht daran halten, werden auch von uns Hundehaltern auf die Leinenpflicht hingewiesen. Wir brauchen keinen privaten Sicherheitsdienst, der uns Steuerzahler überdies noch Geld kostet, um Bussen zu verteilen. Die teuren Tafeln, die nun an allen Stellen am Aabach zu finden sind, werden sicher befolgt. Der Gemeinderat sollte auch ein bisschen Vertrauen haben in seine Bürger. Ich finde es verheerend, dass man immer gleich mit Verboten und Bussen Probleme lösen will, anstatt die verschiedenen Interessen an einen Tisch zu bringen und miteinander zu reden. Als man damals auf dem Strandweg vom roten Haus bis zum Dampfschiffsteg eine Leinenpflicht verhängt hat, hat es auch keine Privatpolizei gebraucht. Das funktioniert auch.

Bitte liebe Schmerknerinnen und Schmerkner habt Vertrauen in die Hundehalter.  Unterschreibt das Referendum und stimmt NEIN zur Änderung des Polizeireglements. Diese Änderung betrifft nur die Hundehalter und sie ist wirklich nicht nötig.

Auf Hund8716@gmx.ch  gibt es Unterschriftenbögen. Vielen Dank.

Liebe Grüsse, Alexandra Barnes

Dazu passende Linth24 Berichte:

https://linth24.ch/schmerkner-buerger-wehren-sich-gegen-hundeleine-pflicht/

https://linth24.ch/schmerikon-will-hundehalter-buessen/

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