Kinder erlebten Zirkus pur
Eingeladen hatte der Verein ROKJ (Rotary für Kinder und Jugendliche) Linth-Obersee-Einsiedeln. Mit dem Slogan: «Kein Kind im Abseits» engagiert sich der Verein aktiv für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in der Region. Ziel ist es, jungen Menschen aus finanziell oder sozial benachteiligten Familien den Zugang zu Bildung, Sport und Freizeitaktivitäten zu ermöglichen.
Als nach und nach die 4 Transporte der Kinder mit ihren Betreuenden von den fünf beteiligten regionalen Rotary Clubs eintrafen, waren viele Kinder noch in zurückhaltender Erwartung. Die meisten hatten noch nie einen Zirkus besucht. Selbst ein Plüschtiger durfte mit. Schliesslich es ging in den Zirkus. Julia Rhyner, die die Glarner Gruppe begleitete: «Ich mach mit beim ROKJ-Tag, weil’s u lässig isch de Chind a tolle erlebnisreiche Tag zu beschere».
Kinder wurden selbst aktiv
Unter Anleitung der Zirkustrainerinnen wurden die Kinder selbst aktiv: mit Bällen, Keulen, Ringen, Tellern jonglieren. Erste Versuche mit dem Einrad. Balancieren auf dem Drahtseil. Artistik am Trapez oder an den Bändern. Besonderen Zuspruch erregten die Rhönräder … Was bei den Artisten so einfach aussah, erwies sich mitunter doch als recht trickreich. Kinder entdeckten unerwartete Begabungen und verblüfften damit alle.
Zirkusaufführung mit Popcorn
Am Nachmittag das nächste Highlight: eine Zirkusaufführung. Mit Popcorn bewaffnet folgten die jungen Gäste mit grossen Augen dem Geschehen. Sie lachten über die Spässe der Mugg Clowns. Ständig fiel der tollpatschige Clown über seine Füsse. Doch wer nun uneingeschränkte Schadensfreue erwartet hatte, wurde überrascht. Voller Mitleid sprangen einige Kinder auf und versuchten ihm zu helfen. Staunend verfolgten sie die Leistung der Artisten. Als «Zirkusexperten» hatten die Kinder inzwischen Ahnung davon. Am liebsten hätten sie auf der Bühne mitgemacht.
Was hat am besten gefallen? «Alles!», waren sich die befragten Kinder einig. Erschöpft, erfüllt von den Erlebnissen und mit leuchtenden Augen kehrten die Kinder gegen Abend wieder zu ihren Familien zurück. Am Montag können sie ihren Gspäändlis in der Schule von ihren Erlebnissen erzählen. «Ich habe eine riesige Freud, weil die Kinder hatten eine riesige Freud am heutigen Tag», so das Fazit von Hermann Mathis, OK Präsident des Vereins ROKJ LOE.
ROKJ
ROKJ unterstützt seit 2008 die Integration von wirtschaftlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen und sorgt damit für mehr Chancengleichheit. Dabei geht es vor allem um eine präventive, nachhaltige Wirkung. Die Teams werden aktiv, wenn Betroffene bei anderen öffentlichen und privaten Institutionen keine Unterstützung erhalten. Bisher unterstützte Rokj rund 15'000 Kinder mit insgesamt ca. CHF 8.5 Millionen.
Getragen wird ROKJ Linth–Obersee–Einsiedeln von einem Netzwerk regionaler Rotary Clubs, darunter Einsiedeln, Glarus, Linthebene, Oberer Zürichsee und Ufenau. Gemeinsam setzen sie sich ehrenamtlich dafür ein, dass Hilfe schnell und ohne Umwege bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen ankommt.
Interessierte Familien sowie Fachstellen können Gesuche unkompliziert einreichen. Gleichzeitig ist der Verein auf Spenden angewiesen, um seine wichtige Arbeit in der Region nachhaltig fortzuführen.
Weitere Informationen und Kontakt unter: rokj.ch
Rotary International
Rotary International ist ein weltweites Netzwerk von Berufsleuten und Führungspersönlichkeiten unabhängig von politischen und religiösen Richtungen. Rotary engagiert sich ehrenamtlich für humanitäre Dienste, Frieden und Völkerverständigung und um das Ideal des wertebasierten Dienens als Grundlage des Geschäfts- und Berufslebens zu fördern. Neben lokalen Projekten ist Rotary vor allen für seinen weltweiten Einsatz im Kampf gegen Polio (Kinderlähmung) bekannt. Zudem betreibt Rotary eines der grössten nichtstaatlichen Jugendaustauschprogramme. Rotary vereinigt weltweit in über 35'000 Clubs 1.2 Millionen engagierte Männer und Frauen. Der Name Rotary kommt von den jährlich rotierenden ehrenamtlichen Verantwortlichen, vom Club- bis zum Weltpräsidenten.