Auch die Initiative für einen verpflichtenden «Service Citoyen» findet keine Mehrheit. Erste Hochrechnungen zeichnen ein klares Bild.
Klare Abfuhr für die Juso
Rund 78 Prozent der Stimmenden sagen Nein zur Juso-Erbschaftssteuer, die alle Vermögen über 50 Millionen Franken mit 50 Prozent besteuern sollte. Das Geld hätte dem Klimaschutz zugutekommen sollen. Die Initiative sorgte monatelang für Schlagzeilen, Superreiche wie Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler drohten mit Wegzug – die Wählerinnen und Wähler zeigten sich davon unbeeindruckt.
«Service Citoyen» chancenlos
Noch deutlicher fällt die Ablehnung der zweiten Vorlage aus: Der vorgeschlagene «Service Citoyen», bei dem alle Schweizerinnen und Schweizer einen Dienst für die Allgemeinheit leisten sollen, wird laut erster Hochrechnung von rund 84 Prozent der Bevölkerung abgelehnt. Die Idee, den Pflichtdienst auf freiwillige Einsätze im Umwelt- oder Sozialbereich auszuweiten, fand kaum Anklang.
Zu radikale Vorschläge
Die Hochrechnungen zeigen ein klares Bild: Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger setzen auf Kontinuität und lehnen die radikalen Vorschläge deutlich ab. Für die Initianten ist das ein herber Rückschlag – insbesondere für die Juso, die mit ihrer Erbschaftssteuer-Initiative ein politisches Signal setzen wollte.