Kultur
01.12.2019
02.12.2019 08:44 Uhr

Museums-Premiere für Sylvia Kündig

Sylvia Kündig freut sich nach verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen im Zürcher Oberland nun auf ihre Ausstellungspremiere im Museum Amden. Sie zeigt Bilder, die in die Tiefe gehen - in Farben, die betören.
Mit der Vernissage am. 14. Dezember in Amden zeigt Sylvia Kündig ihre Werke erstmals in einem Museum.

Mit der Eröffnung der Ausstellung der Malerin Sylvia Kündig ziehen Mitte Dezember Bilder ins Museum Amden ein, die durch ihre selbstbewussten Kompositionen bestechen. Kündig, die im Sommer in Kanada und im Winter in Amden lebt, setzt in ihren abstrakten Werken starke Akzente durch Strukturen und Farben. Am 14. Dezember 2019, um 17 Uhr, sind alle Interessierten herzlich zur Vernissage eingeladen.

Zuhause in Kanada, daheim in der Schweiz

Es hört sich paradiesisch an. Im kanadischen Nova Scotia wohnt Sylvia Kündig mit ihrem Mann Guido Blunschi in einem Haus an einer Meeresbucht und schaut vom Küchentisch aus direkt auf die Wellen des Atlantiks, hinter dem Haus beginnen die kanadischen Wälder, Rehe kommen ohne Scheu aufs Grundstück und Waschbären klopfen regelmässig ans Fenster und betteln um «Goodies». Was mit dem verbringen der Sommerferien in diesem besagten Haus vor vielen Jahren begann und sich nun in einem fast «fifty-fifty» Leben in Übersee und in der Schweiz manifestiert hat, ist die Liebe zur Natur und Entschleunigung in Kanada und dem Wunsch nach Stabilität und Heimat in der Schweiz. So nimmt die Künstlerin, die aus dem Kanton Zürich stammt und nun in Amden wohnt, aus beiden Welten das Beste mit und macht es zu ihrer eigenen Lebensart, die durchaus strukturiert sein soll, aber viel Raum für Genuss und Spontanität lässt.

Ihren eigenen Stil gefunden

In der Ausstellung in Amden zeigt die 59jährige Bilder in Acryl und Mischtechnik, die in den letzten drei Jahren entstanden sind. „Sie ist eine gute Beobachterin und hat ein unglaubliches Bildgedächtnis“, meint Kündigs Mann Guido. So gelingt es der positiven Macherin immer wieder, Momentaufnahmen aus dem Alltag in der Natur, am Meer, im Dorf oder in der Stadt als optische Eindrücke abzuspeichern und auf der Leinwand umzusetzen. Auf der Grundlage der bei Dalia Gasser-Pugatsch seit 2010 gelernten und bei Robert Süess vertieften Techniken hat sie ihre eigene kreative Sprache gefunden. So widerspiegelt die Ausstellung im Museum Amden wohl Veränderung und das Ausschauhalten nach neuen Perspektiven, aber vor allem auch ein geerdetes Ankommen und ein entspanntes Wurzelnschlagen. Altes - das zum Befinden nicht mehr passt - wird übermalt und mit dem spielerischen Einsatz von Bitumen, Sand oder Fugenmaterial verleiht Sylvia Kündig ihren Werken eine erlebbare Dreidimensionalität und dem Licht die Möglichkeit, mit den Farben auf dieser Landschaft zu spielen.

Kurzinfo

Museum Amden: Vernissage: 14.12.2019, 17 Uhr, Begrüssung: Museumskommission, Laudatio: Dalia Gasser-Pugatsch,
Ausstellung 15.12.2019 – 29.03.2020, jeweils Mittwoch und Sonntag, 14 – 17 Uhr, www.sylviakuendig.ch;

Gabi Corvi, Schänis